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Evolution: Welt und Leben neu erschaffen

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So Vieles hat sich dieses Jahr schon verändert, dass es sich wie Evolution anfühlt. Als würde Welt und Leben sich neu erschaffen und ich kann daran mitweben.

Begonnen hat das Jahr für mich mit einer Auszeit und einem Stellenwechsel. Ich hatte beschlossen, nur noch meiner Freude zu folgen.
Also sagte ich auch eine Solistenrolle in einem Oratorium zu und machte mich eifrig ans Noten lernen und Üben. „Juhuuu! Jetzt erschaffe ich mir das Leben meiner Träume! Habe Zeit zum Singen und entwickle mich darin weiter!“, dachte ich im Januar und Februar noch.

Alles begann so kraftvoll, so voll Freude, so perfekt. – Und dann kam Corona.

Plötzlich ist alles anders

Anfang März hielt da so ein seltsamer Virus Einzug. Plötzlich sollten Kontakte reduziert werden und Woche für Woche wurden mehr öffentliche Türen geschlossen und schließlich alle Veranstaltungen abgesagt – und, ja: sogar Gottesdienste! Dass so etwas jemals passieren könnte, das hätte ich auch nie gedacht.

Plötzlich war alles anders.
Das gefährliche Singen mit anderen war zu meiden. Keine Freunde treffen. Keine Veranstaltungen. Kein Essen gehen. Keinen Café trinken gehen. Nur noch das Nötigste einkaufen – dann, wenn die Security dich in den Supermarkt rein ließ.
Ich war geplättet! Und gleichzeitig spürte ich, dass jetzt große Veränderungen anstehen, vermutlich jene, auf die wir so lange gewartet haben.

Es war klar, dass kein Oratorium und auch sonst keine Konzerte oder Singen in Gottesdiensten möglich sein werden. Aber für wie lange? Erst war da noch eine leise Hoffnung. Doch als klar war, dass es für Wochen und vielleicht Monate nichts dergleichen geben würde, weinte ich erst mal dicke Krokodilstränen.

Und doch war in mir eine verrückte Freude und Zuversicht. Das völlige Zurückfahren von Kontakten und öffentlichem Leben – das hatte was! Wie entspannt konnte das Leben sein, wenn man einfach zur Arbeit ging und ansonsten in aller Gemütlichkeit und Ruhe und Hingabe zuhause war und sein Leben genoss! Musik hören, Lesen, Spazieren gehen, Schlafen, Filme gucken, Kuscheln, Singen, Sonne und Vogelgezwitscher genießen – wie reich und wunderschön war das Leben doch!

Manchmal zehrte mir die Situation an den Nerven. Nachrichten konnte ich nicht mehr oft schauen. Es war eine handfeste Krise!
Und mir war klar, dass sie die Chance auf echte Veränderung bot und gleichzeitig die Aufgabe stellte, sich nun ganz im Fokus auf das Gute und Schöne zu üben, das ja immer noch da war.

Neue Gewohnheiten entstehen

Mit den Monaten hat sich nun gezeigt, dass es nicht so schnell eine Rückkehr zur vorher gewohnten Normalität geben wird.
Und es haben sich neue Gewohnheiten etabliert. – Wir Gewohnheitstiere können bereits nach ca. einem Monat neue Gewohnheiten entwickeln. Das zu wissen ist toll, wenn du bewusst deine Gewohnheiten verändern möchtest. Und es ist ein Trost, wenn nichts mehr so ist wie es war, weil du dich auch daran gewöhnen wirst.

Nach über drei Monaten habe ich nun schon die Phasen Euphorie, Trauer und Wut durch und habe akzeptiert, dass die Dinge sich geändert haben.

Was würde es bringen, an Altem festzuhalten und darauf zu bestehen, dass es wieder genauso werden muss?

Das Leben neu denken

Wenn ich keine Chorproben mehr besuchen und keine schönen Konzerte singen kann, dann lerne ich nun eben mehr solistische Stücke. Und Singen kann ich zuhause ja nach Herzenslust!
Und Gott sei Dank finden sich seit ein paar Wochen Menschen wieder in Kirchen zusammen und ich kann als Kantorin und Solistin für sie singen.
Denn wenn ich nicht singen und es mit anderen teilen kann, fehlt mir etwas Grundlegendes. Dann hungert meine Seele.
Und über das Internet Gesang zu teilen ist lange nicht dasselbe wie in echt. In einem realen Raum hast du ganz andere Vibrations – ein Klanggefühl im Raum, ein anderes Hören, Fühlen und Zusammensein.

Was soll ich sagen: Ich bin glücklich, wieder in der Kirche zu stehen und für Menschen singen zu dürfen! 🙂

Gleichzeitig merke ich, wie es immer mehr Freude macht, neugierig zu sein, welche Ideen und Möglichkeiten ich durch die veränderten Situationen noch entdecken kann.
Es ist wie ein Sterben des alten Lebens, und ich kann es nicht aufhalten. Um gesund zu bleiben und mich weiter zu entwickeln ist es erforderlich, Altes sterben zu lassen und Neues willkommen zu heißen. – Echte Weiterentwicklung geschieht doch eigentlich immer so, oder? Es schmerzt manchmal, aber es macht auch glücklich, dieses Neuwerden.

Die Welt neu denken

Da sich eine Wirtschaftskrise anbahnt und viele Menschen arbeitslos werden und zum Teil ihre Existenz bedroht ist, werden neue Lösungen gefunden werden müssen.
Ob die Finanzhilfen des Staates es auffangen können, ist fraglich. Wie die Kommunen künftig noch das öffentliche Leben bis hin zu den Vereinen finanzieren und am Leben halten können, wird sich zeigen.

Aber vielleicht sind wir jetzt mitten in einem großen Wandel des bisherigen Wirtschaftssystems hin zu einer neuen Art zu arbeiten und Waren zu erzeugen, erwerben und zu verkaufen.
Der Kapitalismus, wo das Geld regiert und der Stärkere die Macht hat, hat uns nur bedingt weiter gebracht. Die Natur der Erde wird zerstört und die menschliche Natur wird missachtet und ausgebeutet. So viel wunderbares Potential wird verschenkt. Es steuert unweigerlich auf den Niedergang zu.

Viele großartige Initiativen denken die Welt neu und machen sich stark, ihre Ideen zu verbreiten. So unterschreibe ich immer wieder Petitionen, die ich sinnvoll finde, damit im Bundestag die Ideen vorgelegt werden können und gehört werden.
Das bedingungslose Grundeinkommen für alle wäre solch eine Idee, deren Zeit gerade kommt. Doch noch fehlt der Mut zu radikaler Veränderung. Man will noch zurück zum Alten. Doch Evolution funktioniert so nicht, da sie immer nach vorne strebt und auf Veränderung und Weiterentwicklung aus ist.

Und dennoch geht es uns so gut. Wir haben Wohnung, Essen, Annehmlichkeiten und Kontakte über Telefon oder Internet, wo persönliche Kontakte nicht möglich waren oder sind.
Ist das nicht schon so viel!? Wie viele Milliarden Menschen auf dieser Erde haben nicht einmal das, da sie Hunger, Krieg und Armut ausgesetzt sind.

Evolution: Entstehungsfreude

Wenn ich meine geliebten Naturdokus anschaue, frage ich mich oft, wie es nur sein kann, dass die Natur über die Jahrtausende und Jahrmillionen immer perfekte Bedingungen für jedes Tierchen erzeugen konnte bzw. wie sich jedes Lebenwesen immer perfekt anpassen konnte – und wenn nicht, ausgestorben ist.

Und warum kamen einst Fische auf die Idee, Beine zu bekommen und an Land zu krabbeln? Oder warum wuchsen ihnen Flügel und sie erhoben sich über das Wasser?

Wieso verändert ein Tier sein Aussehen, sein Verhalten, seine Verdauung, seine Fortbewegung – kurzum: Warum entsteht aus ihm ein neues Lebewesen, das dann wieder in der veränderten Umgebung existieren kann? Was für eine Intelligenz steckt dahinter, dass genau das mit dem Körper des Tieres geschieht?

Und ist diese Intelligenz nur auf Pflanzen und Tiere beschränkt oder arbeitet sie auch mit dem Menschen? Unsere Körper haben sich ja auch über die Jahrtausende verändert. Warum sollten sie sich nicht weiter verändern? Vielleicht haben wir noch gar keine Vorstellung davon, wo sich unser Körper hin entwickeln kann?
Vielleicht benötigen wir irgendwann gar keine feste Nahrung mehr. Oder wir können selbstverständlich unsere Gedanken austauschen ohne zu reden und egal, über welche Entfernungen.
Vielleicht reicht ein Gedanke und er manifestiert sich in Minuten.

Was wissen wir schon wirklich über Evolution?

Wenn ich meine Naturdokus ansehe, weiß ich nur, dass ein Tier stirbt, wenn es sich nicht lernt anzupassen. Und wenn es mit der Veränderung geht, kann es weiter sein Leben genießen, sich vermehren und das Leben immer weiter geben.

Deshalb möchte ich auch Freude daran haben, mich zu verändern. Ich möchte darauf vertrauen, dass es immer weiter geht und sich zu meinem Besten gestalten wird, wenn ich mit ihm gehe.
Denn die Intelligenz hinter und in allem Leben will für alle immer das Optimale: Leben und Fülle und Wohlergehen – ob für Pflanze, Tier oder Mensch.

Deshalb:

  • Lass uns mit dem Leben gehen und nach all den Möglichkeiten Ausschau halten, die es bietet!
  • Lass uns offen sein für Dinge, die wir uns noch gar nicht vorstellen können, damit sie möglich werden können.
  • Lass uns nach dem Wahren, Schönen und Guten streben!
  • Lass uns neue Möglichkeiten ergreifen und uns für sie stark machen!

Alles Liebe,
deine Helga

Autor: Helga Fischer

Hallo, ich bin Helga. Ich singe, inspiriere und berühre dich, dein Herz der Schönheit deines Lebens zu öffnen - einfach erfüllter zu leben!

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