einfach erfüllter leben

Mach, was du willst

Mach doch, was du willst!

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„Mach doch, was du willst!“, sagen wir zu jemandem dann, wenn wir uns schon aufregen, weil sein Wille nicht mit unseren Vorstellungen übereinstimmt.

Aber viel interessanter noch finde ich die Frage, ob ich das auch zu mir selbst sagen kann: „Mach doch, was du willst!“

Ich glaube, wir richten uns zu oft nach dem, was man gesellschaftlich, ökologisch, politisch, spirituell etc. gerade so macht.
Strömungen und Erwartungen von anderen machen wir uns zu eigen und versuchen dann, diese zu erfüllen. Doch trotz allem Enthusiasmus bleibt ein leicht schales Gefühl und du merkst: Erfülltes Leben ist das auch nicht.

Je mehr du zu dem stehst, was du gerne machst, desto freier fühlst du dich!

Nehmen wir an, du schaust furchtbar gerne Krimis, wo es so richtig zur Sache geht und mindestens eine Leiche vorkommen muss. Du gehst aber auch jeden Mittwochabend ins Yoga und zwar sehr gerne, denn die Yogalehrerin ist sehr nett und entspannt – ein echtes Vorbild für dich.

Wäre da nur nicht immer wieder dieser Punkt der Gewaltlosigkeit und Gedankenhygiene, der da zur Sprache kommt. Denn du weißt, dass du mit deinem Krimi-Gucken da nicht kompatibel bist.
Und dazu kommt noch, dass sie Vegetarierin ist und du dein Grillsteak aber über alles liebst (und sogar schaust, dass das Tier regional und gut gelebt hat).

Schon bist du in einem Konflikt, der sich allein daraus begründet, was du glaubst, was du solltest und was du tatsächlich tust. Auch auch wenn deine Yogalehrerin dir immer wieder sagt, dass du dich ganz frei fühlen sollst, bist du es nicht. Denn du hast dir Zweifel geschaffen.

Anderes Beispiel:

Du arbeitest Vollzeit 40 Stunden die Woche, manchmal auch mehr, und eigentlich ist dir das zuviel. Doch man macht es eben so.
Du hast keine Kinder zu versorgen, daheim herumsitzen willst du auch nicht und eigentlich macht dir deine Arbeit auch Spaß, aber du merkst, dass die Aussicht, das bis zur Rente so weiter zu machen, sich eher wie eingeschlafene Füße anfühlt – irgendwie tot, aber doch nicht wirklich.

Abends bist du zu müde, um noch etwas Konstruktives zu machen und so überlegst du, nur noch Teilzeit zu arbeiten und ein paar Hobbys auszuprobieren, wozu du schon lange Lust hast, dir aber die Zeit und Kraft gefehlt hat.
Aber du müsstest dich dann einschränken mit dem jährlichen Club-Urlaub und auch mit ein paar anderen Ausgaben.

Und welchen Grund sollst du deinem Chef oder deinen Kollegen nennen? Vielleicht „Ich will einfach nicht mehr so viel arbeiten, sondern mal schauen, was das Leben noch so bereit hält“? – Ja, genau das!

Sein Ding zu machen braucht Mut!

Wenn du das, was du so gerne tust, mit Überzeugung wirklich machen möchtest, dann braucht es Mut. Denn es kann gut sein,

  • dass es nicht den Erwartungen deines Umfeldes entspricht,
  • dass man es so eigentlich nicht macht oder
  • dass du selbst noch zu sehr denkst, dass es seltsam sei.

Das gilt es auszuhalten und es trotzdem zu tun!
Der Lohn ist, dass du dich sofort lebendiger fühlst, dich auf den Tag freust, dich auf den Abend freust und auf jeden weiteren Tag auch.
Denn was dir Freude macht, das macht dich lebendig! Und lebendige Menschen sind das, was die Welt braucht!

„Wenn jeder macht, was er will, wo kämen wir denn da hin?“

Zu der berechtigten Frage, wie Zusammenleben denn funktionieren soll, wenn jeder macht, was er will,  gibt es einen schönen Satz von Augustinus (354 – 430):

„Liebe – und tu was du willst“

Denn spielt auch die Liebe eine Rolle, so kannst du weder dir noch anderen schaden, wenn du das machst, was du willst.

Sicherlich können wir nicht in allen Lebensbereichen und jederzeit exakt das machen, was wir wirklich möchten. Aber es gibt so viele kleine und große Dinge in unserem Leben, die könnten wir machen, wenn wir es einfach täten.

Deshalb:

Mach doch, was du willst! 🙂

 

Autor: Helga Fischer

Hi, ich bin Helga. Ich schreibe und singe, inspiriere und berühre.

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