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6 Fragen, wie du herausfindest, welches Ziel das richtige ist

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Vielleicht hast du dir letzte Woche nach dem Lesen des Artikels Warum es sich lohnt, an seine Träume zu glauben schon aufgeschrieben, was du gerne in deinem Leben haben würdest und welche Ziele du erreichen willst. Und vielleicht hast du dabei schon gespürt, dass du bei manchen Träumen  Schmetterlinge im Bauch hattest und bei anderen eher angestrengt dachtest „Ja, das muss jetzt aber endlich mal was werden!“

Wenn du deine Träume leben möchtest, wirst du dir früher oder später Ziele setzen und spätestens dann ist die Frage: „Welches Ziel ist denn das richtige für mich?“
Besonders, wenn du ein Mensch bist, der sich für vieles interessiert und mehrere Träume hat, was er noch erreichen möchte, macht es die Entscheidung nicht einfacher. Doch es gibt ein paar wichtige Fragen, die dir helfen herauszufinden, wo es für dich lang geht.

Warum will ich diesen Traum leben?

Träumst du zum Beispiel davon, selbständig tätig zu sein, dann frage dich, warum du das sein willst. Vielleicht sagst du dann, weil du frei sein möchtest. Wenn du weiter „Warum?“ fragst, antwortest du vielleicht mit „Weil ich dann arbeiten kann, wann ich will.“ Frage immer weiter nach dem Warum und schreibe am besten mit.
Schreibe jede Antwort auf, die dann vielleicht so weiter geht: Weil ich selbst bestimmen will, wann und was ich arbeite.  – Warum? – Weil ich dann das Gefühl habe, selbst über mein Leben zu bestimmen. – Warum ist mir das wichtig? – Weil ich mich dann unabhängig und frei fühle. – Warum möchtest du dich so fühlen? – Weil mir das ganz wichtig ist, unabhängig und frei zu sein. Das ist ein wichtiger Wert in meinem Leben.

Du merkst schon, wie so eine Warum-Fragekette abläuft. Und du siehst auch, dass am Ende der Kette, die damit begonnen hat, dass du selbständig tätig sein willst, ein Wert, eine Art zu Sein steht: Ich möchte mich unabhängig und frei fühlen. – Das ist dein eigentlicher Traum!

Wie fühlt sich dein Traum an?

Wenn du dir vorstellst, wie du dein Ziel schon erreicht hast und deinen Traum lebst, wie fühlt sich das dann an?  Kribbelt dein Bauch? Musst du unwillkürlich grinsen? Gibt dein Kopf Kommentare ab? Spürst du gar nix?
Verfolge das weiter und frage das Kribbeln, das Lächeln, den Gedanken, die Leere, was es/sie von deinem Traum hält. Es ist spannend, wenn der Kopf dann z.B. antwortet: „Ja, klar ist das jetzt gut. Für was habe ich sonst so viel Zeit und Geld investiert?“ Oder wenn der Bauch sagt: „Boah, ich bin einfach nur so megahappy, ich könnte die ganze Welt umarmen.“

Wo kommt dein Traum her?

Und schon sind wir bei der nächsten Frage, die direkt aus der letzten folgt: Kommt mein Traum aus meinem Herzen und meiner Freude oder kommt er aus einem Mangel, den ich beheben möchte? Oder denke ich gar, ich sollte das erreichen, weil… ?
Manchmal wollen wir etwas, weil wir etwas anderes unbedingt weg bekommen wollen. Ein Beispiel: Jemand will eine bedeutende Aufgabe haben, weil er sich in Wahrheit klein und wertlos vorkommt. Seine Motivation entspringt einem Mangel. Da kann trotzdem viel Gutes entstehen, doch ob es für die Person insgesamt sehr beglückend ist, steht dann auf einem anderen Blatt.

Und manchmal sind wir einfach so verrückt zu glauben, wir sollten dieses oder jenes tun, weil andere das auch machen, empfohlen haben, glücklich damit sind, es „in“ ist und wir dann was Besonderes sind etc. etc.

Kannst du auch ohne die Erfüllung deines Traums glücklich sein?

Glaubst du, nur und erst dann glücklich sein zu können, wenn sich dein Traum erfüllt hat? Und vorher ist dann was? Arbeit, Entsagung, Ärger usw.? Oder wird es auch möglich sein, dass du den Weg schon so genießt, dass es dir eigentlich gar nicht mehr so wichtig ist, ob du auch am Ziel angelangst?

Den Weg zu genießen wird nur gehen, wenn dir dein eigentlicher Traum klar ist und der bezieht sich nie auf das Machen und Haben, sondern immer auf eine Art zu Sein.
Ich musste zum Beispiel aus meinem alten Traum des Schreibens und Veröffentlichens erst mal heraus destillieren, dass ich das eigentlich will, weil ich es liebe, andere Menschen zu inspirieren und zu berühren. Und dann habe ich auch meine Form gefunden, die zu mir passt: Diesen Blog hier. Weil ich den Kontakt und Austausch mit anderen möchte, und nicht monatelang im stillen Kämmerlein vor mich hin schreiben.
Und so genieße ich jede Stunde, in der ich schreiben kann. Und ein weiteres Ziel wird sich finden, es ergibt sich aus dem Tun – Schritt für Schritt. Wobei mein Tun schon das ist, was mich jetzt erfüllt.

Welchen Preis bist du bereit zu bezahlen?

Wenn du glaubst, dass die Welt rosarot wird, wenn du erst mal deinen Traum in die Realität umgesetzt hast, und nur noch alles schön und leicht und super ist, dann enttäusche ich dich lieber jetzt gleich: Es wird nicht der Fall sein!
Erstens braucht die Umsetzung ihre Zeit und du musst dich fragen, was dir so viel bedeutet, dass du Monate und Jahre dran bleiben möchtest.
Zweitens wird der Weg auch immer wieder Dinge beinhalten, die dir keinen Spaß machen oder einfach anstrengend sind. Denn von nix kommt nix.
Aber die gute Nachricht ist: Gehst du wirklich deinen Weg und lebst deinen Herzens-Traum, dann wirst du durch eine unsichtbare Kraft, schöne Fügungen und eine tiefe Freude unterstützt, sodass dir alles viel leichter von der Hand geht. Du weißt einfach, dass du das für dich Richtige tust und bist bereit, dafür gerne das zu tun, was erforderlich ist.

Dass ich diesen Herbst zwei Wochen in der USA war und dort ein Konzert mitgesungen habe, war nur möglich, weil ich Mitglied in dem Chor geworden bin und seit April viele Stunden zuhause Noten gelernt sowie viele Samstage und Sonntage im Probenraum verbracht habe. Das war der Preis für zwei grandiose Wochen. Und ich habe ihn gerne bezahlt.

Was will das Leben jetzt von dir?

Wenn du alle deine Ziele und Träume gut durchdacht hast und vor allem mit deinem Herzen geprüft hast, ist das hier letztlich dennoch die entscheidende Frage:
Was will das Leben jetzt von dir?

Wenn du deine letzten Jahre anschaust und wo du jetzt stehst, was könnte die logische Folge sein? Worauf hat es sich hin entwickelt? Wofür bist du reif?
Du kannst dir als Beispiel die Natur nehmen mit ihrem Ablauf der Jahreszeiten – eine logische Folge von Werden, Blüte, Wachstum, Reife und Vergehen, bis alles neu von vorne beginnt. Auch dein Leben hat diese Zyklen und es lohnt sich sehr, sie zu erfassen und mit ihrem Rhythmus mit zu gehen. Es wird alles so viel leichter dadurch!
Ich persönlich stelle einen 9 Jahres-Rhythmus in meinem Leben fest, und das mit verblüffender Exaktheit.

Zusammengefasst:

Nimm dir Zeit zum Durchdenken und Durchfühlen deiner Träume. Hinterfrage sie, erforsche dich selbst. Höre auf dein Herz und dein Bauchgefühl und folge vor allem deiner Freude.

Mache dir klar: Ein Ziel zu erreichen, macht dich kurzfristig glücklich. Deinen Traum zu leben wird dich jedoch von Beginn an zutiefst zufrieden und erfüllt sein lassen, da es um eine Qualität geht, die du damit lebst.

Wenn dir bewusst ist, welche Qualität das ist, werden sich die Schritte, die zu tun sind, daraus ergeben. Es hat viel mehr mit Zulassen zu tun als mit Machen.

Ich wünsche dir viel Entdeckerlust und Freude dabei, herauszufinden, was das Leben jetzt von dir möchte.

Autor: Helga Fischer

Hallo, ich bin Helga. Ich singe, inspiriere und berühre dich, dein Herz der Schönheit deines Lebens zu öffnen - einfach erfüllter zu leben!

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