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Feuer der Veränderung
Feuer der Veränderung

5 Tipps, wenn Veränderung weh tut

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In unser aller Leben geschieht Veränderung und die tut oft ganz schön weh. Arbeit, Beziehungen, Gesundheit etc. – das Leben wandelt sich beständig.
Manche Änderungen wollen wir und führen wir bewusst herbei, manche Veränderungen geschehen einfach.

Doch ob gewollt oder ungewollt: Veränderung ist oft auch mit Schmerzen verbunden:

  • Du musst Altes und vielleicht auch Liebgewonnenes und Vertrautes loslassen.
  • Emotionen fahren in dir Achterbahn und wühlen dich ganz schön auf.
  • Du begibst dich auf neue Wege, gibst die Sicherheit des Bekannten auf und bist konfrontiert mit Ungewissheit.

Da keiner gerne Schmerzen erleben möchte, neigen wir oft dazu, Veränderungen vermeiden zu wollen. Manchmal tut uns das Vermeiden noch weniger gut als der Umbruch es tun würde. Und trotzdem scheuen wir die Veränderung wie der Teufel das Weihwasser. Doch:

  • früher oder später wird unser Leidensdruck zu groß oder
  • das Leben präsentiert dir etwas Neues und fordert dich zum Umgang damit auf oder
  • wir sind einfach reif für die nächste Stufe in unserer Entwicklung.

Und dann ist er da, der Umbruch und der Schmerz!
Doch es gibt nach meiner Erfahrung hilfreiche Dinge in diesem Prozess:

1) Lasse den Schmerz zu

Versuche nicht, den Schmerz zu vermeiden. Akzeptiere ihn als Partner der Veränderung. Mit einer „Alles-ist-super-Fassade“ herumzulaufen und den Schmerz zu verdrängen funktioniert nicht, denn er wird dich früher oder später wieder einholen.
Wenn du die schmerzlichen Gefühle, die Trauer und Unsicherheit zulässt, verlieren sie schnell ihre Übermacht. Jedes mal, wenn du den Mut aufbringst, ihnen ins Gesicht zu schauen, verändert sich der Anblick. Ich hatte im September mal darüber geschrieben: Warum Schmerz seine ganz eigene Schönheit hat

2) Atme

Unter Stress neigen wir dazu, den Atem extrem zu blockieren oder verfallen in eine Schnappatmung, die nur noch ganz wenig Luft in den Körper lässt. Deshalb atme so oft wie möglich langsam, sanft und tief in deinen Bauch.
Der Atem hält deine Lebenskraft in Fluss und hilft dir, dass sich deine Emotionen nicht unnötig stauen und noch mehr Schmerz verursachen.
Atmen musst du sowieso ständig, also verursacht es keinen Mehraufwand, nur etwas mehr Bewusstheit, es tief und langsam zu tun.

3) Geteilter Schmerz ist halber Schmerz

Wenn du Menschen hast, die dir wohlwollend gesonnen sind und mit denen du über die Veränderungen und was es mit dir macht reden kannst, wird dich das sehr entlasten.
Da es jedoch in schwierigen Zeit gerne der Fall ist, dass sogenannte „Freunde“ sich umdrehen und weg sind, kann es sein, du hast niemanden. Es gehört schon wirkliche Verbundenheit mit einem Menschen dazu, sich auch seinen Schmerz anhören und aushalten zu wollen.
Solltest du also aktuell niemanden haben, dann schreibe all deine Gedanken und Gefühle auf. Auch das ist sehr erleichternd. Du kannst sie auch besingen, herausschreien oder sie tanzen. Sei kreativ!

4) Beginne früh, dich auf Chancen zu focussieren

Trotz aller Turbulenzen und auch wenn du glaubst, dass du keine Ahnung hast, wofür die Veränderung gut sein soll, stelle dir die Frage:
“ Wenn ich glauben würde, dass es auch für etwas gut ist und die Veränderung neue, tolle Chancen bringen könnte, wie könnten diese aussehen?“
Tu so, als ob. Dein Kopf wird trotz allem Schmerz ein paar Ideen produzieren, auch wenn du noch nicht dran glaubst. – Schreibe diese Ideen für positive Chancen unbedingt auf, auch wenn du den Zettel wieder weglegst. Es wird immer wieder Momente geben, wo du ihn zur Hand nimmst und er dir Trost spenden wird.

5) Finde deinen Leitstern

Stelle dir vor, wie es wäre, dich für neue Möglichkeiten zu öffnen.
Etwas Neues beinhaltet oft auch die Chance für wirklich große Schritte. Traue dich deshalb, groß und verrückt zu träumen und dich vom Leben überraschen zu lassen, was es für dich bereit hält.
Trotz allem Schmerz gibt es auch Momente für kleine Tagträume, wenn du dich dafür öffnest. Finde deinen Leitstern, der in das dunkle Tal deiner Veränderung leuchtet und dich führt.

Schlussgedanke

Es gibt Menschen, da wirkt es, als ob sie leicht und freudig in eine Veränderung gehen. Das mag manchmal so sein.
Vielleicht sind sie einfach sehr bodenständig. Oder sie verstecken ihren Schmerz. Oder sie haben schon viele Veränderungen erlebt und können daher in Leichtigkeit bleiben. Oder sie ziehen ihr Ding einfach durch und spüren keine Schmerzen. – Auch wenn wir das vermutlich auch gerne so hätten: Ich habe diesen Artikel geschrieben für die vielen Menschen, denen Veränderung wirklich nahe geht und für die es nicht so leicht ist, da durch zu kommen.

Seit ich weiß, dass der Schmerz dazu gehört, führe ich bewusst selbst Veränderungen herbei und stelle mich darauf ein, wie ich damit umgehen kann. Es zahlt sich immer aus, denn ich erlebe mich dadurch nicht nur reagierend, sondern handelnd und aktiv, was vieles leichter macht.

Ich hoffe und wünsche dir gute Veränderungsprozesse und auch viel Freude im Vorangehen und Erklimmen der Entwicklungsstufen deines Lebens!

 

Autor: Helga Fischer

Sängerin & Autorin. Ich singe, inspiriere und berühre dich, dein Herz der Schönheit deines Lebens zu öffnen.

2 Kommentare

  1. Liebe Helga,

    auch ich fühle mich in einem Strudel von Veränderungen, in diesem Jahr mehr denn je! Ich arbeitete seit über 12 Jahren an einem Arbeitsplatz, wo rückblickend schon 2014 eine Kündigung die bessere Alternative gewesen wäre. Aber vor lauter Angst „Wie, wo, was kommt dann?“ – und dem Trennungsschmerz trotz allem, blendet man vieles einfach aus. Macht sich selbst blind und nimmt sich „und“ dem Anderen die Chance auf etwas Neues. Dadurch, dass mein Chef zugleich mein Bruder war, machte die Sache nicht einfacher. Heute 2017 ist die Veränderung, die Trennung von der „Alten“ Stelle unausweichlich; so groß ist der Druck. Viel Schmerz liegt in den letzten drei Jahren, viele Verletzungen bewusst und unbewusst, die wir vielleicht hätten vermeiden können, wären wir nicht einfach stehen geblieben. Aber vielleicht musste doch erst alles noch reifen? Ich weiß es nicht! Aber oft ist es auch gerade dieser Schmerz, der uns letztlich die Kraft gibt, endlich auszubrechen, mutig zu sein für den eigentlichen Lebensweg, im Vertrauen darauf, dass wir von einer göttlichen Kraft sicher geführt werden.
    Ich wünsche mir und ihm, dass die Wunden heilen und wir irgendwann uns wie früher begegnen können; wie vertraute Geschwister, die für einander da sind.

    Vielen Dank liebe Helga für Deinen Beitrag!

    • Liebe Carmen,
      vielen Dank für deine offene Rückmeldung, aus der all der innere Kampf, Schmerz und die Sehnsucht spricht, die zu tiefen Veränderungsprozessen gehören. Ich kann gut mit dir fühlen und voll bestätigen, was du so schön beschreibst: „…gerade dieser Schmerz, der uns letztlich die Kraft gibt, endlich auszubrechen.“
      Ich wünsche dir von Herzen weiterhin Mut und auch Freude für die Veränderungen, deren Zeit jetzt gekommen ist.
      Liebe Grüße, Helga

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