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Mein lieber Johann! – Musik aus dem Himmel

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Bevor ich vor nahezu eineinhalb Jahren Mitglied im BachChor Ortenau geworden bin, sagte mir die Musik von Johann Sebastian Bach nicht sehr viel.
Dann lernte ich sein Weihnachts-Oratorium kennen und ließ mich schon zum Frühstück mit dessen Klängen in den Tag begleiten. Und es wirkte so erstaunlich, dass ich singend und freudig morgens zur Arbeit fuhr!

Seine h moll Messe setzt nun noch einen drauf. Ich hörte sie mir in youtube an (eine schöne Aufführung aus der Royal Albert Hall) und mein erster Gedanke war: „Wow! So müssen sich Engels-Chöre anhören! Vermutlich denken die im Himmel sich solche Musik aus.“

Mein Zugang zur Musik gründet sich sehr auf mein Empfinden, denn eine Ausbildung in Musiktheorie habe ich keine, wohl aber im Singen. Doch ich wollte diese h moll Messe singen können und so paukte ich über Monate die Noten und übte zuhause (wobei ich einige Male schimpfte, da es echt schwierige Stücke gibt ;-)). Doch in jeder Probe, je besser es ging, desto mehr konnte ich von diesem Zauber in mir spüren.

Nun stehe ich kurz vor den Konzerten am 1. Oktober in Durbach und 2. Oktober 2016 in Oppenau und freue mich auf das großartige Erlebnis, diese Musik singen zu dürfen.

Was macht diese Musik so faszinierend?

„Philipp Spitta, der bedeutendste Bachforscher des 19. Jahrhunderts, sah die „Kraft einer göttlichen Offenbarung“, die aus diesem Werk wie aus keinem anderen der Musikgeschichte spreche, und Albert Schweitzer schließlich meinte, dass „Jahrhunderte und Generationen“ an diesem Opus gearbeitet hätten, „vor dessen Größe wir ehrfürchtig stille stehen“.

Wenn Albert Schweitzer recht hat, würde das bedeuten, dass während Bach diese Musik geschrieben hat, viele weitere Seele dabei mitgewirkt haben.
Das fasziniert mich! Denn wer will sagen können, dass es nicht so gewesen war?
Wer weiß schon, von woher die Inspiration kommt? Vom Schreiben jedenfalls kann ich sagen, dass ich nie vorher weiß, was genau sich in Worte kleiden wird. Die Inspiration kommt von verschiedenen Räumen, die sich nicht nur in meinem Geist und schon gar nicht in meinem Denken und Wollen abspielen. Das macht es auch so beglückend, weil ich über mich und mein kleines Ich dabei hinausgehe.

Sich selbst vergessen, um eine größere Version von sich selbst zu entdecken.

Auch beim Hören von solch erhebender Musik wie der h moll Messe gehst du über dich selbst hinaus und gibst dich an etwas hin, was andere geschaffen haben und etwas in dir berührt und dich zu einem Teil davon macht. Die Klänge und Schwingungen der Musik berühren jede Zelle in dir.
Und beim Singen im Chor ist zwar auch jeder Einzelne wichtig, doch das Großartige entsteht erst, wenn alle sich dem Ganzen hingeben und zu einer Einheit werden.
Neulich habe ich gelesen, dass die Herzen der Menschen, wenn sie in einem Chor zusammen singen, währenddessen beginnen, im Gleichklang zu schlagen. Das kann ich mir gut vorstellen.

Ich möchte dich herzlich einladen, dich berühren und bezaubern zu lassen und uns zu unseren Konzerten am 01. und 02. Oktober zu besuchen. Es würde mich riesig freuen, mit dir dieses Erlebnis zu teilen.

Bis dahin, alles Liebe

 

Autor: Helga Fischer

Hi, ich bin Helga. Ich schreibe und singe, inspiriere und berühre.

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