einfach erfüllter leben

Öffne dein Herz für das Leben

Feuer der Veränderung

17. Februar 2017
nach Helga Fischer
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5 Tipps, wenn Veränderung weh tut

In unser aller Leben geschieht Veränderung und die tut oft ganz schön weh. Arbeit, Beziehungen, Gesundheit etc. – das Leben wandelt sich beständig.
Manche Änderungen wollen wir und führen wir bewusst herbei, manche Veränderungen geschehen einfach.

Doch ob gewollt oder ungewollt: Veränderung ist oft auch mit Schmerzen verbunden:

  • Du musst Altes und vielleicht auch Liebgewonnenes und Vertrautes loslassen.
  • Emotionen fahren in dir Achterbahn und wühlen dich ganz schön auf.
  • Du begibst dich auf neue Wege, gibst die Sicherheit des Bekannten auf und bist konfrontiert mit Ungewissheit.

Da keiner gerne Schmerzen erleben möchte, neigen wir oft dazu, Veränderungen vermeiden zu wollen. Manchmal tut uns das Vermeiden noch weniger gut als der Umbruch es tun würde. Und trotzdem scheuen wir die Veränderung wie der Teufel das Weihwasser. Doch:

  • früher oder später wird unser Leidensdruck zu groß oder
  • das Leben präsentiert dir etwas Neues und fordert dich zum Umgang damit auf oder
  • wir sind einfach reif für die nächste Stufe in unserer Entwicklung.

Und dann ist er da, der Umbruch und der Schmerz!
Doch es gibt nach meiner Erfahrung hilfreiche Dinge in diesem Prozess:

1) Lasse den Schmerz zu

Versuche nicht, den Schmerz zu vermeiden. Akzeptiere ihn als Partner der Veränderung. Mit einer „Alles-ist-super-Fassade“ herumzulaufen und den Schmerz zu verdrängen funktioniert nicht, denn er wird dich früher oder später wieder einholen.
Wenn du die schmerzlichen Gefühle, die Trauer und Unsicherheit zulässt, verlieren sie schnell ihre Übermacht. Jedes mal, wenn du den Mut aufbringst, ihnen ins Gesicht zu schauen, verändert sich der Anblick. Ich hatte im September mal darüber geschrieben: Warum Schmerz seine ganz eigene Schönheit hat

2) Atme

Unter Stress neigen wir dazu, den Atem extrem zu blockieren oder verfallen in eine Schnappatmung, die nur noch ganz wenig Luft in den Körper lässt. Deshalb atme so oft wie möglich langsam, sanft und tief in deinen Bauch.
Der Atem hält deine Lebenskraft in Fluss und hilft dir, dass sich deine Emotionen nicht unnötig stauen und noch mehr Schmerz verursachen.
Atmen musst du sowieso ständig, also verursacht es keinen Mehraufwand, nur etwas mehr Bewusstheit, es tief und langsam zu tun.

3) Geteilter Schmerz ist halber Schmerz

Wenn du Menschen hast, die dir wohlwollend gesonnen sind und mit denen du über die Veränderungen und was es mit dir macht reden kannst, wird dich das sehr entlasten.
Da es jedoch in schwierigen Zeit gerne der Fall ist, dass sogenannte „Freunde“ sich umdrehen und weg sind, kann es sein, du hast niemanden. Es gehört schon wirkliche Verbundenheit mit einem Menschen dazu, sich auch seinen Schmerz anhören und aushalten zu wollen.
Solltest du also aktuell niemanden haben, dann schreibe all deine Gedanken und Gefühle auf. Auch das ist sehr erleichternd. Du kannst sie auch besingen, herausschreien oder sie tanzen. Sei kreativ!

4) Beginne früh, dich auf Chancen zu focussieren

Trotz aller Turbulenzen und auch wenn du glaubst, dass du keine Ahnung hast, wofür die Veränderung gut sein soll, stelle dir die Frage:
“ Wenn ich glauben würde, dass es auch für etwas gut ist und die Veränderung neue, tolle Chancen bringen könnte, wie könnten diese aussehen?“
Tu so, als ob. Dein Kopf wird trotz allem Schmerz ein paar Ideen produzieren, auch wenn du noch nicht dran glaubst. – Schreibe diese Ideen für positive Chancen unbedingt auf, auch wenn du den Zettel wieder weglegst. Es wird immer wieder Momente geben, wo du ihn zur Hand nimmst und er dir Trost spenden wird.

5) Finde deinen Leitstern

Stelle dir vor, wie es wäre, dich für neue Möglichkeiten zu öffnen.
Etwas Neues beinhaltet oft auch die Chance für wirklich große Schritte. Traue dich deshalb, groß und verrückt zu träumen und dich vom Leben überraschen zu lassen, was es für dich bereit hält.
Trotz allem Schmerz gibt es auch Momente für kleine Tagträume, wenn du dich dafür öffnest. Finde deinen Leitstern, der in das dunkle Tal deiner Veränderung leuchtet und dich führt.

Schlussgedanke

Es gibt Menschen, da wirkt es, als ob sie leicht und freudig in eine Veränderung gehen. Das mag manchmal so sein.
Vielleicht sind sie einfach sehr bodenständig. Oder sie verstecken ihren Schmerz. Oder sie haben schon viele Veränderungen erlebt und können daher in Leichtigkeit bleiben. Oder sie ziehen ihr Ding einfach durch und spüren keine Schmerzen. – Auch wenn wir das vermutlich auch gerne so hätten: Ich habe diesen Artikel geschrieben für die vielen Menschen, denen Veränderung wirklich nahe geht und für die es nicht so leicht ist, da durch zu kommen.

Seit ich weiß, dass der Schmerz dazu gehört, führe ich bewusst selbst Veränderungen herbei und stelle mich darauf ein, wie ich damit umgehen kann. Es zahlt sich immer aus, denn ich erlebe mich dadurch nicht nur reagierend, sondern handelnd und aktiv, was vieles leichter macht.

Ich hoffe und wünsche dir gute Veränderungsprozesse und auch viel Freude im Vorangehen und Erklimmen der Entwicklungsstufen deines Lebens!

 

Harmonie

7. Februar 2017
nach Helga Fischer
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Warum falsch verstandene Harmonie deine Entwicklung hemmt

Heute möchte ich mal über ein heikles Thema schreiben: Das Streben nach Harmonie und wann dies kontraproduktiv ist.
Auch wenn ich noch keine endgültige Antwort darauf für mich gefunden habe, so habe ich doch schon ein paar wertvolle Erfahrungen machen dürfen.

Weiche nicht aus!

Wenn Dinge schwierig werden, Probleme auftauchen oder es Spannungen mit anderen gibt, dann haben wir schnell die Tendenz, dem auszuweichen. Wir empfinden es als lästig und wollen uns nicht damit auseinandersetzen. Das Problem ist nicht gelöst, aber wir glauben durch das Flüchten davor, dass es uns nicht mehr wirklich etwas angeht und denken manchmal sogar, dass doch gefälligst die anderen etwas tun sollen, damit es wieder harmonisch wird.

Interessant wird es, wenn du genau anders herum handelst und die Herausforderung annimmst, die dir das Leben hier gerade bietet:

  • Du bist gewillt, dich mit dem Problem zu befassen und nach einer Lösung zu suchen.
  • Du spürst die Spannung zu der betreffenden Person und beschließt, sie auszuhalten und zu erforschen, was es mit dir macht und wie du damit umgehen könntest.

Das ist eine Herangehensweise, welche die Dinge in Fluss bringt und einen schöpferischen Umgang damit ermöglicht.
Alleine durch deinen Willen, dabei zu bleiben und Lösungen zu finden, öffnen sich neue Türen für Lösungen.

Lasse dich überraschen von der Lösung

Spannend ist, welche Lösung sich finden wird. Wundere dich nicht, wenn dir dieser Prozess immer mehr Spaß macht, weil er durchaus den Forscher und Entdecker in dir weckt! 🙂

Die Lösung einer Herausforderung wird dich immer weiter bringen:

  • Manchmal lernst du einfach etwas Neues hinzu.
  • Oder die andere Person bringt eine für dich tolle Lösung in Gang, womit du nie gerechnet hättest und dich deshalb beschenkt fühlst.
  • Du wächst in diesem Prozess und er macht dich innerlich stärker.
  • Oder du erlebst die Königsdisziplin: Du veränderst dich innerlich und gibst eine alte Sichtweise auf, wodurch das Problem nicht mehr länger ein Problem ist.

Die letzte Möglichkeit empfinde ich als die Schwerste und damit auch als Beglückendste!

Wenn du an den Punkt kommst, wo es einfach nicht mehr weiter geht und auch ein Ausweichen und Gehen nicht möglich ist, gibst du die Vorstellung auf, wie die Dinge hier zu sein haben. Deine Sichtweise, was hier passend und stimmig ist, lässt du los und nimmst das, was ist, einfach so an. Und das ist dein größter Entwicklungsschritt!

Natürlich ist das gar nicht einfach, weil schließlich hast du ja gute Gründe, warum du die Dinge so haben willst. Doch im Grunde ist es dein Ego, was hier die Bedingungen diktiert, und keine allgemein gültige Wahrheit.
Trotzdem ist es am schwersten, seine eigenen Ansprüche aufzugeben, weil das Ego dann glaubt, dass ein Stück von ihm stirbt und das macht ihm Panik.

Wenn alles „stimmig“ sein soll

Deshalb ist es manchmal paradox, aber auch verständlich, dass so viele Menschen diesem Wahn erliegen, dass alles passend und „stimmig“ für sie sein muss.
Trotz gut gemeinter Ausrichtung wächst bei allem „spirituellen Lifestyle“ eher noch das Ego, anstatt dass Güte und Mitgefühl zunehmen. – Ich nehme mich da nicht aus, dass ich schon immer und immer noch am Lernen bin.

Genauso wie es nicht sein kann, dass Menschen von mir fordern, nach ihren Bedingungen zu ticken, damit ihre Harmonie hergestellt ist, kann es auch nicht sein, dass ich verlange, dass sie sich gefälligst nach meiner Sichtweise zu richten haben.
Und doch tun wir alle es immer wieder. Und manchmal ist keine Übereinkunft möglich und dann ist das so und auch in Ordnung. Entweder kannst du das dann so stehen lassen oder es macht Sinn, konsequent getrennte Wege zu gehen. – Und das ist eine echte Herausforderung, zu wissen, wann dieser Zeitpunkt gekommen ist und ob nicht doch noch eine weitere Lernaufgabe drin steckt.

Echtes Lernen geschieht nur durch Erfahrung

Wenn du auf einem Entwicklungsweg zu einem erfüllten Leben bist, wirst du permanent vor diesen Herausforderungen und auch ganz neuen Problemen stehen.
Sie alle bieten dir die Möglichkeit, zu lernen und zu wachsen.
Nur durch diese Spannungen und Reibungen geschieht echte Entwicklung!
Wie sollst du dich denn sonst verändern, wenn immer alles harmonisch super nach deinen Richtlinien läuft!? Wie langweilig wäre doch so ein Leben!

Und woher willst du genau wissen, was das Leben mit dir vor hat?
Ich bin mir fast sicher, dass es für uns alle mehr Gutes und Schönes will, als wir mit unserem kleinen Verstand denken können.

Dein Leben als Lehrer

Dein Leben bietet dir so viele wunderbare Lektionen, um zu lernen und dich immer weiter zu entfalten.
Nimm diese Herausforderungen an und sei ein williger Schüler, voller Entdeckerlust und auch Kampfeslust, und lasse dich nicht von einer trügerischen Harmonie einlullen!

Es wird dir immer mehr Spaß machen! 🙂

ohne Anstrengung

4. Februar 2017
nach Helga Fischer
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Wie du mit weniger Anstrengung mehr erreichst

Mein Gesangsunterricht ist ja schon seit Jahren auch meine Lebensschule.
Alles, was ich im Unterricht lerne und dann durch Üben verinnerliche, wirkt sich auch auf mein restliches Leben aus. Eine neue Erkenntnis möchte ich heute mit dir teilen.

Was ich jetzt endlich glaube, weil ich die Erfahrung gemacht habe:
Das Singen ist dann richtig schön, wenn ich mich gar nicht mehr anstrenge, sondern den Ton quasi vor meinen Augen „pflücke“, ihn sanft in mich hinein sauge und ihm in mir Raum gebe, sodass er schön und kräftig klingen kann.  Man kann auch sagen, jeder Ton hat seinen Ursprung in dieser Zartheit.

Das beschäftigt mich nun schon viele Jahre lang – zu lernen, wie ich ohne Anstrengung, ohne Druck und ohne zu schieben singen, den Klang aufnehmen und ihm Raum geben kann. Es ist mehr ein Zulassen als ein Machen, und doch gibt es Voraussetzungen, die zu treffen sind, damit es geschieht:

  • Dazu gehört ein beständig starker Atemstrom, der nicht ohne wirkliches Engagement geht.
  • Dazu gehört ein aufgerichteter Körper mit geweitetem Brustresonanzraum.
  • Dazu gehört ein weiter, offener Nasen-Rachen-Kopf-Raum, in dem es klingen kann.
  • Und noch ein paar „Körpereinstellungen“ mehr.

Faszinierend, wie genau das auch im Leben möglich ist!

  • Ich achte gut auf meinen Körper und Geist, tue ihnen Gutes durch Bewegung, Ernährung, Meditation und eine beständige Ausrichtung auf schöne Dinge.
  • Ich bin so viel als möglich achtsam im Hier und Jetzt.

Ich kümmere mich also auch hier um einige Voraussetzungen, damit ich den Rest dann geschehen lassen kann: Ein entspanntes Arbeiten, mehr Lebensfreude, günstige Gelegenheiten, die mich meinen Träumen näher bringen.

Ich finde diese Tatsache, dass das so gut funktioniert, einfach wunderbar!
Es ist eine Mischung aus nüchternem Tun und einem Zauber des Lebens, der sich entfalten kann, wenn ihm der Weg bereitet wurde.

Tue, was möglich ist, und öffne dein Herz für das Leben!

Lasse den Zauber sich in deinem Leben entfalten und dich beschenken.
Dies sind Erlebnisse purer Glückseligkeit!

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Melodie des Lebens

31. Januar 2017
nach Helga Fischer
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Der Ruf des Lebens

Im Hintergrund deines Lebens
tönt eine Melodie
seit ewigen Zeiten
und weist dir den Weg.

Ihr Klang wispert in dein Ohr
und lenkt deinen Flug
durch das Blau
deiner Unendlichkeit.

Sie weckt dich
mit schallenden Posaunen
und zerschmettert die Nebelfäden
deiner Verwirrung.

Im Hintergrund deines Lebens
tönt eine Melodie
seit ewigen Zeiten
und weist dir den Weg.

(c) Helga Fischer

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im Jetzt

28. Januar 2017
nach Helga Fischer
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Wie du die Zeit verlangsamen und dich damit entstressen kannst

Die meisten von uns klagen darüber, dass die Zeit so unglaublich schnell rennt und wir das Gefühl haben, wir rennen hinterher und sind gestresst.
Noch schlimmer wird es, wenn wir sehr zeitfixiert arbeiten, also Arbeitszeiten und Termine einhalten müssen, mit dem Kalender arbeiten, um nichts zu vergessen und wenn wir immer mehr Aufgaben haben, als wir schaffen können.

Jahrelang habe ich mich davon stressen lassen, bis ich eine Methode angewandt habe, die aus der Meditation kommt.
Es ist eine recht einfache Methode und die meisten kennen sie in irgendeiner Form, aber sie entfaltet erst ihre Kraft, wenn du sie radikal anwendest!

Sei im Hier und Jetzt!

Übe dich jeden Moment, ganz an dem Ort und in dem Moment zu sein, wo du gerade bist.
Wenn dir das den Tag über mit ganz vielen Momenten gelingt, dann ist deine Zeit wieder voller Zauber – wie früher als Kind, als Zeit noch keine Rolle gespielt hat und du selbstvergessen in deinem Spiel versunken warst.

„Aber mein Tag ist voll mit tausend Aufgaben!“

Wahrscheinlich denkst du jetzt, dass dein Tag aber so voll mit Arbeit und Terminen ist, dass du unbedingt alles im Blick behalten und schauen musst, dass du durchkommst. Da kannst du nicht noch freudig im Jetzt verweilen.

Denkfehler! – Denn es ist trotzdem immer JETZT.
Während du dies hier liest, ist JETZT.
Und nun ist ein Augenblick vergangen und es ist wieder JETZT.
Was noch alles in diesem Artikel steht, kannst du nicht auf einen Blick erfassen, und das kümmert dich jetzt auch nicht, weil du jetzt diese Worte liest, und dann die nächsten… und wieder ist es JETZT.

Ein Beispiel aus der Arbeitswelt

Damit ich es dir besser verdeutlichen kann, möchte ich dir kurz aus meinem Job-Alltag als Sekretärin ein Beispiel schildern:

Du liest Unterlagen und beginnst, eine E-Mail dazu zu schreiben. Das machst du JETZT.
Da klingelt das Telefon, du hebst ab und JETZT bist du ganz bei dem Anliegen des Anrufers und machst dir Notizen.
Dann ist wieder JETZT und du überlegst kurz, ob du das Anliegen des Anrufers weiter bearbeitest oder die E-Mail weiter schreibst.
JETZT klopft es an der Tür und du sagst „Herein“. JETZT steht ein Kollege bei dir und hat eine Frage. Du hörst ihm aufmerksam zu, sprichst mit ihm und machst dir Notizen. JETZT verabschiedet er sich und geht.
JETZT überlegst du kurz, was nun am Wichtigsten oder Dringendsten ist oder was du gleich machst, weil es in weniger als drei Minuten erledigt ist.
JETZT klingelt wieder das Telefon. …
… Und so kann das stundenlang fortgehen.

Wie entsteht Stress?

Wo entsteht in obigem Beispiel der Stress? In der Menge der Arbeit? In den ständigen Unterbrechungen? Wieso? Es ist doch immer JETZT und du kannst immer nur eine Sache in einem Augenblick machen. Und im nächsten Moment die nächste Sache.

Entsteht der Stress nicht vielmehr, weil du dich gegen das sträubst, was JETZT gerade ist?
Weil du denkst „Das Telefon soll bitte still sein!“ oder „Es soll bloß niemand klopfen, damit ich endlich meine E-Mail schreiben kann!“ ?
Weil du andere Erwartungen an das JETZT hast, die nicht mit dem übereinstimmen, was dir das JETZT gerade bietet?

Loslassen

Wie wäre es, wenn du diese Erwartungshaltung loslässt und einfach präsent und im Moment bist, mit dem, was gerade ist?
Das erfordert Vertrauen, weil die Dinge ja gerade nicht so laufen, wie du es dir wünschst. Doch das Erstaunliche ist, wenn du dich traust, konsequent im JETZT zu sein:

Irgendwann an diesem Tag, vielleicht auch erst am nächsten oder erst nächste Woche, bietet sich dir eine ruhigere Stunde, in der du Dinge wieder aufarbeiten kannst.
Das Leben wird immer für Ausgleich sorgen, wenn du ihm vertraust. Es funktioniert!
Und wenn ich mal zu ungeduldig bin und abends eine Stunde dran hänge, um Sachen aufzuarbeiten, kann ich diese Stunde bald wieder frei nehmen.

Seit ich mich übe, so viel wie möglich im JETZT zu sein, ist es so viel leichter geworden, mit allen Aufgaben zurecht zu kommen, plus:

  • Ich bin im Flow, ohne auf die Uhr zu sehen. Die Zeit fliegt dahin, aber ich habe kein Gefühl der zerrinnenden Zeit mehr. Stattdessen habe ich das Gefühl, dass ich alle Zeit der Welt habe.
  • Ich bin mit Freude bei der Arbeit.
  • Ich bin aufmerksam und nehme die Nuancen wahr.
  • Kontakte und Kommunikation sind viel entspannter.
  • Ich bin konzentrierter und kann klarer denken.
  • Ich bin effektiver – arbeite schneller und bekomme mehr geschafft.

Was also zunächst wie etwas Gegensätzliches wirkt, stellt sich als Lösung heraus:

Vergiss die Zeit, sei im Moment und werde dadurch effektiver.
Sei im JETZT, habe Geduld und Vertrauen und der Zeitstress kann dir nicht mehr so viel anhaben.

Intensiver leben

Du hast nicht mehr das Gefühl, dass dir die Zeit zwischen den Finger zerrinnt, sondern dass du sie intensiv erlebst. Gleichzeitig dehnt sich die Zeit.
Diese Intensität bringt Erfüllung und Zufriedenheit – egal, mit was du dich in dieser Zeit beschäftigst hast!

Natürlich merkst du abends trotzdem, dass du gearbeitet hast und müde bist, aber dein Tag war angefüllt von vielen schönen, intensiven Momenten und du hast das Gefühl, du bist den Dingen und den Menschen gerecht geworden, weil du ganz präsent warst.

Das lässt sich auf alles anwenden, wo du vor vielen Aufgaben stehst: Job, Ehrenämter, Familienverpflichtungen, Haushalt, deine persönlichen Ziele, auf die du hinarbeitest etc.

Du kannst auch den Anspruch haben, dass sich unsere Gesellschaft ändern soll, damit du nicht mehr vor so vielen Anforderungen stehst.
Du kannst aber auch JETZT das Mögliche tun, damit es dir gut geht.

Schön wäre es, immer in diesem intensiven JETZT-Zustand zu sein, was natürlich nicht möglich ist.
Aber durch beständige Übung und Sich-selbst-erinnern werden es immer mehr dieser erfüllten Momente und du begreifst, dass sich das wirkliche Leben nur hier abspielt:

Im JETZT!

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Nacht, Schlaf

17. Januar 2017
nach Helga Fischer
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Warum es den Seinen der Herr im Schlaf gibt

Ich bin ja ein großer Fan von Dingen, die einfach funktionieren, weil sie im Einklang mit dem Leben sind.
Eines davon benennt das Sprichwort: „Den Seinen gibt’s der Herr im Schlaf“
Wie du das verstehen und nutzen kannst, darüber möchte ich dir heute mehr erzählen.

Dieses schöne Sprichwort weist dich auf ein wichtiges Werkzeug hin, wenn du dabei bist etwas zu lernen, Antworten und Lösungen zu finden oder etwas Bestimmtes anstrebst.
Das Werkzeug ist: Schlafen! – Also noch anstrengungsloser geht es ja wirklich nicht! 🙂

Es ist tatsächlich so, dass du nicht nur aktiv im Wachzustand Dinge bewegen und Ziele verfolgen kannst, sondern gerade auch nachts im Schlaf. Das ist faszinierend und zeigt,

  • dass wir aus viel mehr Facetten bestehen, als wir  im Alltag wahrnehmen.
  • dass die unbewusste Dimension in uns eine sehr große Kraft hat.
  • dass wir nicht alles „machen“, sondern ganz vieles einfach „geschehen lassen“ können.

Der Clou, warum es so gut funktioniert

Studien haben gezeigt, dass sich das, mit dem du dich kurz vor dem Schlafengehen beschäftigst, über Nacht in deinem Unterbewusstsein festigt und weiter arbeitet.

Also:
Was du siehst, denkst, liest, sprichst oder machst, bevor du schlafen gehst, entscheidet letztlich, wie dein Leben verläuft.
Denn dein Unterbewusstsein bestimmt deine Lebenshaltung und das, was du tust, sehr stark.

  • Gelerntes festigt sich über Nacht in dir.
  • Fragen klären sich über Nacht.
  • Ziele festigen sich in dir und dein Unterbewusstsein arbeitet nachts daran weiter.

Und wenn du aufwachst, präsentiert dir dein Inneres:

  • mehr Wissen
  • Antworten und Lösungen
  • neue Ideen und mehr Lust, weiter an deinen Zielen zu arbeiten

Und während des Tages

  • fühlst du dich beschwingt und zufrieden, denn du lebst mehr aus der Tiefe.
  • begegnen dir grandiose Fügungen, die dich deinen Zielen näher bringen.
  • hast du tolle Ideen.
  • kannst du fast nicht mehr anders als die Dinge zu tun, die sich in dir verfestigt haben.

Es ist so einfach!

Was du tun musst, ist dir 5 Minuten Zeit vor dem Schlafengehen zu nehmen. (Wundere dich nicht, wenn 20 Minuten daraus werden.)
Meist setze ich mich schon fertig im Schlafgewand auf’s Bett. 🙂

Dann nimmst du Papier und Stift und schreibst dir auf:

Eine Frage, die du geklärt haben möchtest

Wenn du vor einem Problem stehst, dann kannst du auch schriftlich darüber nachdenken. Doch zum Schluss sollte eine Frage (nur eine Frage pro Nacht!) stehen, die deinem Unterbewusstsein damit eine Richtung gibt und etwas, woran es in der Nacht arbeiten kann.
Das kann eine Frage sein wie „Wie soll ich es angehen, dass ich in meinem Job wieder mehr Freude habe?“ oder auch sowas wie „Mit wem könnte ich mal wieder Tanzen gehen?“.

Ziele, die du wirklich erreichen möchtest

Auch hier empfiehlt es sich, nur ein Ziel aufzuschreiben. Und den nächsten kleinen Schritt dazu, den du morgen gehen kannst.
Ein Beispiel für ein Ziel, wenn du etwas für deinen Körper tun möchtest: „Mein Körper ist voller Energie und zugleich entspannt.“ Der nächste kleine Schritt dazu: „Meine Freundin fragen, wie es im Yogakurs ist, um herauszufinden, ob das etwas für mich wäre.“
Oder ein anderes Ziele-Beispiel: „Ich habe Frühjahrsputz gemacht und meine Wohnung ist herrlich ausgemistet und sauber!“ Nächster Schritt: In meinen Kalender gucken, an welchen Tagen in welchen Wochen ist dran arbeiten könnte und das gleich mal aufschreiben.

(Über die richtige Formulierung von Zielen gibt es massenweise Bücher. – In der Gegenwart formulieren, als sei es schon eingetreten etc.)

Schlafen gehen

Dann legst du Papier und Stift neben das Bett (manche schwören sogar darauf, den Zettel unter das Kopfkissen zu legen) und lässt dich in den Schlummer sinken.

Wenn du morgens erwachst, lass deinen Blick sich als erstes auf das Papier richten.
Die Chancen sind sehr groß, dass du umgehend die Antworten und Ideen (schreibe sie gleich auf!) oder im Laufe des Tages die Unterstützung erhältst, die du dir wünschst. Und dass du den kleinen Schritt, den du aufgeschrieben hast, wirklich umsetzt.

Aufschreiben ist das Wichtigste!

Durch das Aufschreiben klärst du die Dinge und bringst sie auf den Punkt.
Durch das Umwandeln von Gedanken in sichtbare Worte gibst du ihnen eine Form und erschaffst bereits Realität.

Wenn ich dieses Verfahren konsequent anwende, schaffe ich es, meine Ziele umzusetzen, selbst wenn ich Monate und Jahre dazu brauche.
Mittlerweile habe ich einen Zettel mit drei großen Zielen. Abends überlege ich mir, welche kleinen Schritte ich jeweils am nächsten Tag gehen könnte und schreibe mir den Erinnerungszettel für den nächsten Tag. Manchmal lässt der Alltag wenig Zeit übrig, aber einen winzigen Schritt, der nur 3 Minuten dauert, kann man immer gehen!
(Natürlich habe ich für jedes große Ziel auch wiederum einen Platz, wo ich meine Ideen und Gedanken sammle, was ich dafür tun möchte und könnte. Aber das ist Thema eines künftigen Blogbeitrags.)

Wenn ich den nächsten Schritt nicht weiß und nur weiß, dass ich ihn brauche, schreibe ich die Frage oder Bitte dazu auf.

Mittlerweile bin ich nicht mehr überrascht, wenn schon am nächsten Tag eine E-Mail, ein Anruf, eine Begegnung oder Idee kommt, die mir zeigt, was jetzt dran ist. – Natürlich bin ich besonders wachsam, wenn ich auf Antworten warte. 😉

„Den Seinen gibt’s der Herr im Schlaf!“

Es kann so einfach sein! 🙂

29. Dezember 2016
nach Helga Fischer
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Singen zur Ehre Gottes, oder: Warum in Selbstverpflichtung Freiheit liegt

Heute möchte ich mal eine Lanze brechen für das Singen im Kirchenchor und dir gleichzeitig aufzeigen, warum du durch Selbstverpflichtung letztlich die ersehnte Freiheit findest.

„Oh Gott, die Kirche!“

Viele Leute haben heutzutage Vorbehalte gegen die Kirche. Vor allem in der „spirituellen“ Szene wird gerne davon Abstand genommen, weil man mit diesen „veralteten“ Institutionen nichts mehr zu tun haben will, die im Grunde genommen doch nur an Machterhalt interessiert seien und die Spiritualität aus den Augen verloren hätten.

Aus eigener Erfahrung durch 10-jähriges Mitmischen in der sogenannten „spirituellen Szene“ kann ich berichten, dass auch einige der dortigen „Machthaber“, genannt Lebensberater, Yoga-Gurus, Leader etc., auch nur allzu menschlich ticken und oft das, was sie propagieren, nicht leben. Was ich dort schon an Machtmissbrauch erlebt habe, bis hin zur bewussten Verletzung von Menschen, Geldfixierung, Ausnutzung von anderen und Sex in Situationen, wo es alles andere als ethisch war, darüber könnte ich ein ganzes Buch schreiben. Und irgendwie ist es doch einfach nur alles menschlich.
Seither kommen mir aber zumindest all diese Geschichten in Bezug auf die Institution „Kirche“ auch nicht mehr so viel abartiger vor.

Vielleicht ist auch das mit ein Grund, dass ich wieder mehr zu meinen Wurzeln gefunden habe, die in der Kirche verankert sind. Und da Singen für mich das größte Glück ist, liegt es auch nahe, dies in der Kirche zu tun, wo der Klang die Herzen ganz besonders berührt.

„Oh Gott, Verbindlichkeit!“

Das Besondere an einem Kirchenchor ist sicherlich die Verbindlichkeit, die man als Mitglied eingeht. Es ist kein Projektchor, zu dem man sich nur ein paar Wochen oder Monate verpflichtet, sondern man bindet sich für die Dauer der Mitgliedschaft.
Man probt wöchentlich, nur in den Ferien nicht.
Man lernt neben gängigen und weniger bekannten Kirchenliedern auch großartige kirchenmusikalische Werke namhafter Komponisten. Es braucht zwar Zeit, bis man diese meist umfangreichen Messen beherrscht, jedoch sind sie ein außerordentlicher Genuss und eine Bereicherung für Sänger und Zuhörer.
Man singt an allen großen Feiertagen. Wenn andere genüsslich ausschlafen, steht man um 8 Uhr schon unter der Dusche und summt sich warm für die Probe um 9 Uhr und das Singen ab 10 Uhr.
Man ist Teil eines Vereins und hilft auch mit bei Festen, besonderen Anlässen etc. Man macht gemeinsame Ausflüge und ist eine bunte Truppe verschiedenster Charaktere mit unterschiedlichsten Lebenshintergründen.
Doch gemeinsam ist allen die Liebe zur Musik und die Hingabe zum Singen.

All dies macht eine Mitgliedschaft im Kirchenchor zwar schön, aber nicht gerade populär. Das zeigt sich überall an dem mangelnden Nachwuchs an Sängerinnen und Sängern, denn Verpflichtung ist für viele ein grausliches Ding (war es früher auch für mich). Wir wollen ja alle frei sein.

Glück durch Dienst an der Sache

Außergewöhnlich für das Singen im Kirchenchor ist sicherlich auch, dass es hier nicht darum geht, Ansehen zu erlangen, sich der Öffentlichkeit zu präsentieren, Geld zu verdienen oder seinen Status auf andere Art anzuheben. Ja, oft sieht man die Sängerinnen und Sänger nicht einmal, weil sie auf der Empore bei der Orgel sind, und man hört nur ihre Stimmen.
Es ist ein reiner Dienst an der Sache. Wir singen zur Freude der Menschen, die in die Kirche kommen. Wir singen, weil es auch unser Herz berührt. Wir singen, um Gott mit unseren Stimmen, die er uns geschenkt hat, zu ehren. Weil es uns glücklich macht, zusammen mit anderen Menschen zu singen.

Selbstverpflichtung als Weg zu Freiheit und Erfüllung

Auch wenn ich im Grunde ein Mensch bin, der sich lange gescheut hat, Verpflichtungen einzugehen, habe ich schon vor Jahren mit meinem Seminarzentrum gelernt, welches Glück und welche Erfüllung es bringt, sich einer Sache ganz zu verschreiben.

An die Stelle des Seminarzentrums sind nun das Schreiben und das Singen getreten.
Ich habe mich verpflichtet, jede Woche auf meinem Blog zu schreiben und jeden Freitag oder Samstag einen Newsletter zu versenden (Urlaub ausgenommen). – An dieser Stelle herzlichen Dank an nahezu 100 treue Leserinnen und Leser, die mit mir in diesen Blog gestartet sind!
Und ich habe mich dazu verpflichtet, in Chören mitzusingen und so eben auch im Kirchenchor.
Diese Verpflichtungen sind die Garanten dafür, dass ich regelmäßig das tue, was ich liebe. Denn ohne Verpflichtung würden Alltagstrott und Bequemlichkeit zu oft siegen.

Durch Verpflichtung und Dienst an anderen, ohne eine Gegenleistung einzufordern, treten wir aus Selbstbezogenheit und Lust-Unlust-Gefühlen und -Handlungen heraus. Wir heben uns durch unsere Hingabe an etwas, was uns wichtig ist, aus dem Alltags-Sumpf selbst empor und entdecken, welches Glück darin liegt, von seinen Ego-Befindlichkeiten mal abzulassen und sich einer Sache zu widmen, die dieses Level übersteigt.

Wir werden – zumindest für die Zeit des Tuns – frei von unseren Mustern und Prägungen und wachsen quasi ein Stück mehr über uns selbst hinaus.

Hingabe und Selbstverpflichtung machen es möglich.

Aus vermeintlicher Unfreiheit wird wahre Freiheit und Erfüllung. – Wieder eine der Widersprüchlichkeiten dieses verrückten, schönen Lebens! 🙂

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28. Dezember 2016
nach Helga Fischer
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Zwischen den Jahren

Das alte Jahr entweicht.
Fetzen der Erinnerung
lösen sich auf
wie Nebelschwaden
in der Morgensonne.

Vage Ahnungen des Kommenden
werfen ihre Lichtstrahlen
in mein Traumdunkel hinein.

Erste Regungen der Zukunft
kribbeln flau im Magen,
voller Vorfreude und Angst
vor der Kraft des Lichtes.

Ich sinke auf den Grund meiner Seele,
betrachte die Bilder meiner Träume,
und weiß, dass ich geführt und getragen bin
vom großen Plan des Lebens.

(c) Helga Fischer

Frohe Weihnachten!

23. Dezember 2016
nach Helga Fischer
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Seelenzeit

Die nun beginnende Weihnachtszeit und Zeit der Rauhnächte bis 6. Januar ist eine wunderbare Möglichkeit, dich deiner Seele zu widmen und ganz abzutauchen in deine nächtlichen Träume und deine Tagträume – dein Spüren und deine inneren Bilder, durch welche deine Seele zu dir spricht.

Gönne dir diese Zeit. Auch wenn du vielleicht arbeiten musst, so lasse deine Freizeit wirklich frei und widme dich dir selbst. Vielleicht möchtest du ein schönes Buch lesen, deinen Gedanken nachhängen, sie aufschreiben, schöne Musik hören, spazieren gehen, malen, meditieren, viel schlafen, schöne Filme schauen – mach einfach schöne Dinge, die deine Seele nähren.

Es heißt, der Schleier zur Anderswelt sei in den Rauhnächten besonders dünn und wir könnten daher viel Inspiration empfangen und „sehen“, welchen Weg unsere Seele nehmen möchte und welche Dinge das kommenden Jahr in unser Leben treten werden.

Ich empfinde dies auch so und freue mich immer auf diese seltsame, ruhige, dunkle „Zwischenzeit“, in der die Zeit stillzustehen scheint. Daher tauche ich auch weitgehend ab und der nächste Newsletter wird am 6./7. Januar erscheinen. Vermutlich entstehen dennoch ein paar neue Blogbeiträge; ich lasse mich auch überraschen 😉

Ich danke dir für dein Dabeisein bei einfach erfüllter leben und wünsche dir ein schönes Weihnachtsfest, eine beglückende Zeit mir dir selbst und einen sanften Übergang in ein erfülltes Jahr 2017!

Herzlichst,

Helga

Zielen nachjagen

18. Dezember 2016
nach Helga Fischer
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Warum Zielen nachzujagen dich unglücklich machen kann

Wenn du Träume verwirklichen und Ziele umsetzen möchtest, ist das auch eine ständige Gratwanderung zwischen Glück und Unglück. Aber schließlich ist unsere Lebensschule ja auch eine Herausforderung und kein Spaziergang in lauer Sommerabendluft. 😉

Wenn du die Fallstricke kennst, kannst du sie umgehen und dir manchen Schmerz ersparen:

Du glaubst, erst dann glücklich sein zu können, wenn du dein Ziel erreicht hast

Ein gängiger Irrglaube, dem auch ich lange Zeit erlegen war.
Du denkst, du müsstest etwas Bestimmtes tun oder erreichen, um dein Glück zu finden und endlich erfüllt zu leben. – Die Erfahrung hat mich gelehrt, dass wenn ich mein Ziel erreiche, sich das ersehnte Glück gar nicht einstellt, abgesehen von einer kurzen, euphorischen Phase. Das war erst mal sehr ernüchternd!
Doch die gute Nachricht ist: Die ersehnte Fülle ist immer da und schon immer da gewesen. Sie ist immer da zu finden, wo du jetzt gerade bist. In dem Moment, in dem du dich befindest. Hier wartet die Fülle auf dich.

Deshalb ist Meditation und achtsames Hinspüren auch so ein wesentlicher Faktor im Leben.
Wenn du einmal erfahren hast, dass dein Glück in jedem Moment hier ist, relativieren sich Ziele und du weißt, dass du auch jetzt schon glücklich sein kannst und das Erreichen eines Ziels dann nur eine nette Zugabe darstellt. Oder das Leben deines Traums einfach deine Freude noch vergrößert. 🙂
Ist aber vorher schon keine Freude da, dann wirst du sie nachher auch nicht haben. Deshalb ist es so wichtig, dich zuerst und immer an Schönheit und Freude auszurichten!

Du bist so fixiert auf dein Wollen und Planen, dass du dein Gefühl für dich selbst verlierst

Wenn du so richtig im Plänemachen und Tun und Arbeiten bist, kann es leicht passieren, dass es zu deinem Lebensinhalt wird und du deinem Ziel regelrecht nachjagst. Dann vergisst du zu essen, dich zu erholen, genug zu schlafen und auch mal wieder etwas anderes in deinem Kopf zuzulassen als deine Pläne.
Das ist gefährlich, denn nach und nach entfernst du dich immer mehr von deinem Gefühl für dich selbst. Du hast mit den besten Absichten begonnen, doch durch eine übermäßige Fixierung auf dein Wollen bist du nicht mehr wachsam und spürig für die inneren Bilder, die dir den richtigen Weg weisen können.
Allzu leicht verfolgst du dann den Plan, den dein Kopf gemacht hat und überhörst die Stimme deines Herzens, die dir immer wieder den nächsten Schritt weisen möchte. Oder du verpasst günstige Gelegenheiten, weil sie nicht in deinem Plan vorkommen.

Das ist keine Zusammenarbeit mit dem Leben, was sich in jedem Moment kreativ verwirklichen und anpassen möchte. Das Ergebnis deiner Fixierung geht daher am schöpferischen Leben vorbei und irgendwann wirst du ausgelaugt da stehen und dich fragen, wozu du das alles eigentlich machst.

Du vernachlässigst deine anderen Lebensbereiche

Da du so begeistert von deinem Ziel und deinem Tun bist, glaubst du, dass es das Wichtigste in deinem Leben ist. Freunde müssen dann eben mal warten. Die Familie kann auch mal ohne dich auskommen. Entspannung brauchst du weniger und Bewegung braucht auch zuviel Zeit. – Glaubst du!
Wenn du nicht darauf achtest, dass die verschiedenen Bereiche deines Lebens in guter Balance sind, werden sie es sich nach ein paar Jahren zurückholen, meist mit Krankheit und Krisen. – Lass es nicht so weit kommen!

Deshalb:

Dein Glück und deine Erfüllung findest du im Hier und Jetzt oder gar nicht

Gehe grundsätzlich von der Blickrichtung aus, dass die Fülle immer da ist. Übe dich darin, sie wahrzunehmen und lasse so das Glück in dein Leben!

Nach was du dich sehnst, ist bereits da und zeigt sich dir in deinen inneren Bildern.
Der ganze Prozess des Träume-Verwirklichens ist daher keine Suche im Außen, sondern vielmehr in deinem Inneren ein Zulassen und Ausgraben der Bilder, Gewissheiten und des Sehnens deines Herzens.

Dazu ist die wichtigste Voraussetzung, dass du bei dir selbst ankommst und bleibst. Daher:

Vergiss alles, was andere dir gesagt haben und weiterhin sagen.
Vergiss, was du alles gelesen hast.
Vergiss auch, was ich hier alles schreibe, wenn es dich verwirrt.

Kultiviere vielmehr das Spüren für dich selbst.

  • Was tut dir gut?
  • Was schmeckt dir?
  • Welche Menschen tun dir gut?
  • Was für Beschäftigungen erfreuen dich?
  • Was braucht dein Körper jetzt gerade?

Der Alltag hält so viele Möglichkeiten bereit, dich beständig in deinem Gefühl für dich selbst zu üben.

Und wenn du alles vergisst, dann schreibe dir einen Erinnerungszettel für eine Sache, die du tagsüber immer wieder machen möchtest, um dich zu spüren. Bei mir ist es das Atmen in den Bauch, das ich immer wieder mal mache und das mich schnell zu mir selbst zurück bringt.

Den Weg deines Herzens zu gehen heißt immer auch, offen und wachsam für den Moment zu sein, kleine Kurskorrekturen vorzunehmen und den Impulsen zu folgen, die dir den Weg weisen.
Dann ist es ein Weg des beständigen Glücks – eine Erfülltheit, die schon immer da war.