einfach erfüllter leben

Öffne dein Herz für das Leben

Ich wünsch mich auf den Mond

3. Dezember 2016
nach Helga Fischer
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Ich wünsch mich auf den Mond

Ich weiß ja nicht, ob du auch so ein Laster hast. Ich würde ja manchmal gerne flüchten vor den Tatsachen des Lebens, die mich täglich anstarren. Früher war es noch schlimmer und ich denke, ich kann es mittlerweile ganz gut aushalten 😉

Ich meine jetzt nicht, dass ich real weglaufen will, sondern dass ich mich emotional rausziehen möchte, weil grad zu viel zu tun ist, weil jemand besonders anstrengend ist, weil ich gerade ein kniffliges Problem habe usw. So, als wäre ich nicht da, als würde es mich gar nichts angehen.

Weil das Flüchten natürlich nicht so einfach geht, braucht es ein „Hilfsmittel“: mehr Essen als nötig, ein zweites Glas Wein, zu viel arbeiten, zu viel Facebook-Surfen, Shoppen gehen, regelmäßiges Extrem-Couching vor der Glotze, noch ein weiteres Lebenshilfe-Buch lesen, Meditieren bis der Arzt kommt, wieder ein Seminar buchen, das mir helfen soll, mich besser zu fühlen usw. – Hauptsache, ich muss mich nicht mit dem nagenden Konflikt beschäftigen. Ich glaube, die Liste all unserer Ausflüchte ist lang. Und irgendwie ist das doch, als würden wir uns auf den Mond wünschen, weil es uns auf der Erde hier unerträglich scheint.

Der Denkfehler dabei ist, dass Weglaufen vor etwas es nur noch mehr stärkt. Aber der Sache ins Gesicht zu sehen, meine Gefühle auszuhalten, tief durchzuatmen und mich dann zu entscheiden, wie ich nun damit umgehen will, das nimmt den Druck raus und macht mich handlungsfähig. Und damit kann ich das Ganze wieder wirksam in eine positive Richtung lenken.
Und was zuvor ein Ärgernis war, entpuppt sich nun als Geschenk und Antrieb für mich.

Lasst uns wachsam und mutig sein, bewusst und handlungsfähig! Wir haben viel mehr Kraft als wir glauben!
Lasst uns nicht Ausflüchte suchen und andere Menschen die Geschicke unseres Lebens und der Welt bestimmen lassen. – Sei du Herr/Frau deines Lebens!

Finde dein Ziel

3. Dezember 2016
nach Helga Fischer
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6 Fragen, wie du herausfindest, welches Ziel das richtige ist

Vielleicht hast du dir letzte Woche nach dem Lesen des Artikels Warum es sich lohnt, an seine Träume zu glauben schon aufgeschrieben, was du gerne in deinem Leben haben würdest und welche Ziele du erreichen willst. Und vielleicht hast du dabei schon gespürt, dass du bei manchen Träumen  Schmetterlinge im Bauch hattest und bei anderen eher angestrengt dachtest „Ja, das muss jetzt aber endlich mal was werden!“

Wenn du deine Träume leben möchtest, wirst du dir früher oder später Ziele setzen und spätestens dann ist die Frage: „Welches Ziel ist denn das richtige für mich?“
Besonders, wenn du ein Mensch bist, der sich für vieles interessiert und mehrere Träume hat, was er noch erreichen möchte, macht es die Entscheidung nicht einfacher. Doch es gibt ein paar wichtige Fragen, die dir helfen herauszufinden, wo es für dich lang geht.

Warum will ich diesen Traum leben?

Träumst du zum Beispiel davon, selbständig tätig zu sein, dann frage dich, warum du das sein willst. Vielleicht sagst du dann, weil du frei sein möchtest. Wenn du weiter „Warum?“ fragst, antwortest du vielleicht mit „Weil ich dann arbeiten kann, wann ich will.“ Frage immer weiter nach dem Warum und schreibe am besten mit.
Schreibe jede Antwort auf, die dann vielleicht so weiter geht: Weil ich selbst bestimmen will, wann und was ich arbeite.  – Warum? – Weil ich dann das Gefühl habe, selbst über mein Leben zu bestimmen. – Warum ist mir das wichtig? – Weil ich mich dann unabhängig und frei fühle. – Warum möchtest du dich so fühlen? – Weil mir das ganz wichtig ist, unabhängig und frei zu sein. Das ist ein wichtiger Wert in meinem Leben.

Du merkst schon, wie so eine Warum-Fragekette abläuft. Und du siehst auch, dass am Ende der Kette, die damit begonnen hat, dass du selbständig tätig sein willst, ein Wert, eine Art zu Sein steht: Ich möchte mich unabhängig und frei fühlen. – Das ist dein eigentlicher Traum!

Wie fühlt sich dein Traum an?

Wenn du dir vorstellst, wie du dein Ziel schon erreicht hast und deinen Traum lebst, wie fühlt sich das dann an?  Kribbelt dein Bauch? Musst du unwillkürlich grinsen? Gibt dein Kopf Kommentare ab? Spürst du gar nix?
Verfolge das weiter und frage das Kribbeln, das Lächeln, den Gedanken, die Leere, was es/sie von deinem Traum hält. Es ist spannend, wenn der Kopf dann z.B. antwortet: „Ja, klar ist das jetzt gut. Für was habe ich sonst so viel Zeit und Geld investiert?“ Oder wenn der Bauch sagt: „Boah, ich bin einfach nur so megahappy, ich könnte die ganze Welt umarmen.“

Wo kommt dein Traum her?

Und schon sind wir bei der nächsten Frage, die direkt aus der letzten folgt: Kommt mein Traum aus meinem Herzen und meiner Freude oder kommt er aus einem Mangel, den ich beheben möchte? Oder denke ich gar, ich sollte das erreichen, weil… ?
Manchmal wollen wir etwas, weil wir etwas anderes unbedingt weg bekommen wollen. Ein Beispiel: Jemand will eine bedeutende Aufgabe haben, weil er sich in Wahrheit klein und wertlos vorkommt. Seine Motivation entspringt einem Mangel. Da kann trotzdem viel Gutes entstehen, doch ob es für die Person insgesamt sehr beglückend ist, steht dann auf einem anderen Blatt.

Und manchmal sind wir einfach so verrückt zu glauben, wir sollten dieses oder jenes tun, weil andere das auch machen, empfohlen haben, glücklich damit sind, es „in“ ist und wir dann was Besonderes sind etc. etc.

Kannst du auch ohne deinen Traum glücklich sein?

Glaubst du, nur und erst dann glücklich sein zu können, wenn sich dein Traum erfüllt hat? Und vorher ist dann was? Arbeit, Entsagung, Ärger usw.? Oder wird es auch möglich sein, dass du den Weg schon so genießt, dass es dir eigentlich gar nicht mehr so wichtig ist, ob du auch am Ziel angelangst?

Den Weg zu genießen wird nur gehen, wenn dir dein eigentlicher Traum klar ist und der bezieht sich nie auf das Machen und Haben, sondern immer auf eine Art zu Sein.
Ich musste zum Beispiel aus meinem alten Traum des Schreibens und Veröffentlichens erst mal heraus destillieren, dass ich das eigentlich will, weil ich es liebe, andere Menschen zu inspirieren und zu berühren. Und dann habe ich auch meine Form gefunden, die zu mir passt: Diesen Blog hier. Weil ich den Kontakt und Austausch mit anderen möchte, und nicht monatelang im stillen Kämmerlein vor mich hin schreiben.
Und so genieße ich jede Stunde, in der ich schreiben kann. Und ein weiteres Ziel wird sich finden, es ergibt sich aus dem Tun – Schritt für Schritt. Wobei mein Tun schon das ist, was mich jetzt erfüllt.

Welchen Preis bist du bereit zu bezahlen?

Wenn du glaubst, dass die Welt rosarot wird, wenn du erst mal deinen Traum in die Realität umgesetzt hast, und nur noch alles schön und leicht und super ist, dann enttäusche ich dich lieber jetzt gleich: Es wird nicht der Fall sein!
Erstens braucht die Umsetzung ihre Zeit und du musst dich fragen, was dir so viel bedeutet, dass du Monate und Jahre dran bleiben möchtest.
Zweitens wird der Weg auch immer wieder Dinge beinhalten, die dir keinen Spaß machen oder einfach anstrengend sind. Denn von nix kommt nix.
Aber die gute Nachricht ist: Gehst du wirklich deinen Weg und lebst deinen Herzens-Traum, dann wirst du durch eine unsichtbare Kraft, schöne Fügungen und eine tiefe Freude unterstützt, sodass dir alles viel leichter von der Hand geht. Du weißt einfach, dass du das für dich Richtige tust und bist bereit, dafür gerne das zu tun, was erforderlich ist.

Dass ich diesen Herbst zwei Wochen in der USA war und dort ein Konzert mitgesungen habe, war nur möglich, weil ich Mitglied in dem Chor geworden bin und seit April viele Stunden zuhause Noten gelernt sowie viele Samstage und Sonntage im Probenraum verbracht habe. Das war der Preis für zwei grandiose Wochen. Und ich habe ihn gerne bezahlt.

Was will das Leben jetzt von dir?

Wenn du alle deine Ziele und Träume gut durchdacht hast, ist das hier letztlich dennoch die entscheidende Frage:
Was will das Leben jetzt von dir?

Wenn du deine letzten Jahre anschaust und wo du jetzt stehst, was könnte die logische Folge sein? Worauf hat es sich hin entwickelt? Wofür bist du reif?
Du kannst dir als Beispiel die Natur nehmen mit ihrem Ablauf der Jahreszeiten – eine logische Folge von Werden, Blüte, Wachstum, Reife und Vergehen, bis alles neu von vorne beginnt. Auch dein Leben hat diese Zyklen und es lohnt sich sehr, sie zu erfassen und mit ihrem Rhythmus mit zu gehen. Es wird alles so viel leichter dadurch!
Ich persönlich stelle einen 9 Jahres-Rhythmus in meinem Leben fest, und das mit verblüffender Exaktheit.

Zusammengefasst:

Nimm dir Zeit zum Durchdenken und Durchfühlen deiner Träume. Hinterfrage sie, erforsche dich selbst. Höre auf dein Herz und dein Bauchgefühl und folge vor allem deiner Freude.

Mache dir klar: Ein Ziel zu erreichen, macht dich kurzfristig glücklich. Deinen Traum zu leben wird dich jedoch von Beginn an zutiefst zufrieden und erfüllt sein lassen, da es um eine Qualität geht, die du damit lebst.

Wenn dir bewusst ist, welche Qualität das ist, werden sich die die Schritte, die zu tun sind, daraus ergeben. Es hat viel mehr mit Zulassen zu tun als mit Machen.

Ich wünsche dir viel Entdeckerlust und Freude dabei, herauszufinden, was das Leben jetzt von dir möchte.

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25. November 2016
nach Helga Fischer
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Warum es sich lohnt, an seine Träume zu glauben

Zu Beginn meiner neuen Artikelserie Träume leben möchte ich aufzeigen, warum es sich für dich lohnt, deine Träume ernst zu nehmen.

Ja, ich möchte gar nicht wissen, warum es nicht geht, es völlig unrealistisch oder aussichtslos scheint, deine Träume leben zu wollen (auf den Umgang mit Hindernissen gehen wir später ein, wenn wir begonnen haben, deinen Träumen nach zu gehen). Wenn du aber glaubst „Träume sind Schäume“, dann lies besser nicht weiter.

Träumst du jedoch schon immer von etwas Bestimmtem, was du leben oder erreichen möchtest, oder spürst du ein Sehnen in dir und weißt gar nicht so recht nach was, dann möchte ich dich ermutigen, dies weiter zu verfolgen. Denn:

Du entdeckst mehr über dich selbst und lernst dich besser kennen.

Wenn du dich mit deinen Träumen auseinander setzt, erfährst du viel über dich. – Warum möchte ich etwas Bestimmtes erreichen? Was erhoffe ich mir dadurch? Was passt zu mir? Wie geht es mir bei der Umsetzung und an welchen Herausforderungen werde ich wachsen?
Du sparst dir quasi viele Stunden beim Psychologen, denn durch das Zugehen auf deine Träume und durch das Tun erlebst du einen Schnellkurs an Selbsterkenntnissen 😉

Du erfüllst den Auftrag des Lebens

Wenn wir die Natur ansehen, ist das Leben auf Evolution ausgerichtet. Ein Samenkorn in der Erde hat eine einzige Aufgabe: Keimen und wachsen und zu der Pflanze werden, zu der es bestimmt ist.- Warum sollte es bei uns Menschen anders sein?
Auch wir haben Samenkörner mit Gaben bei unserer Geburt mitbekommen. Nur funktioniert es nicht immer, dass sie von selbst wachsen und sich entfalten. Wir müssen oft auch hier die optimalen Bedingungen schaffen und vor allem zuerst einmal die Sonnenstrahlen unserer Aufmerksamkeit auf unsere Gaben richten, damit sie keimen und wachsen können.

Du bereicherst andere damit

Wenn du gibst, bereicherst du das Leben der anderen Menschen. Und die schönste Bereicherung bist du, wenn du das gibst, was ganz Deines ist, denn darin liegt deine ganze Seelenkraft. Niemand kann etwas genau so geben wie du und das macht dich einzigartig. Andere spüren das und freuen sich darüber. Warum solltest du ihnen diese Freude vorenthalten?

Du ermutigst andere Menschen

Wenn du dein Ding machst und deiner Freude folgst, steckst du andere damit an. Sie bekommen Lust, sich ebenfalls auf diesen Weg zu machen und werden wiederum andere bereichern und anstecken – weil du begonnen hast! Unterschätze niemals, wie wertvoll dein Tun ist und was dadurch ausgelöst werden kann.

Du folgst deiner Freude

Du stimmst nicht ein in das kollektive Jammertal der ewig Nörgelnden und Sorgenvollen und erlaubst dir stattdessen, deiner Freude zu folgen.
Jeder ist mal mies drauf und jammert. Doch das darf nicht andauern, denn auch das steckt andere an und zieht alle um dich herum runter. Auch Jammern ist ansteckend!
Du aber entscheidest dich dafür, das Nörgeln auf ein gesundes Maß zu beschränken und verwendest deine Zeit und Kraft lieber dafür, deiner Freude zu folgen und immer mehr Freude zu erleben. Und du weißt ja schon: Auch das ist ansteckend! Du und deine „Infizierten“ bilden mit der Zeit ein starkes und bedeutendes Gegengewicht gegen die graue, trübe Masse des Negativen.

Du eröffnest dir völlig neue Möglichkeiten

Wenn du das lebst, was dein Herz zum Hüpfen bringt, wirst du viele neue Erfahrungen machen. Du wirst neue Menschen kennen lernen und völlig neue Situationen. Du wirst andere Dinge tun als bisher und neue Möglichkeiten werden sich ergeben, in denen du deine Gaben einbringen kannst. Dein Leben wird wieder ungeheuer spannend und aufregend und du wirst morgens mit Freude die Augen öffnen. Denn du weißt: Auch wenn heute viel Arbeit, Routine und Probleme auf mich warten – ich halte im Hintergrund meiner Aufmerksamkeit meinen Traum, der mir so viel Freude gibt und für den ich heute wieder eine Kleinigkeit tun werde.
Es können auch beruflich neue Möglichkeiten für dich entstehen, aber das ist nicht garantiert und muss auch nicht sein. Durch deine neu gewonnene Freude wird auch das, was du bereits tust, von deinem neuen Glück etwas abbekommen.

Du wächst als Persönlichkeit

Sicherlich wirst du Neues lernen, dich fortbilden und Dinge ausprobieren, wenn du Schritt für Schritt auf deinen Traum zugehst. Du wirst innerlich daran wachsen und du wirst dich verändern. Dein neues Ziel wird dich verändern.
Du gewinnst an Erfahrung und Lebensweisheit hinzu und das formt deine Persönlichkeit. – Wieder sind wir beim Persönlichkeits-Kurs, den es beim Träume-Verwirklichen gratis mit dazu gibt.

Du wirst eines Tages auf ein erfülltes Leben zurück blicken

Irgendwann wirst du auf dein Leben zurückblicken und dann feststellen, dass du sehr zufrieden damit bist. Denn du hast dich nicht von Angst oder Bequemlichkeit aufhalten lassen, sondern du hast das gelebt, was dir wirklich wichtig war. Du hattest den Mut deiner Freude zu folgen.
Vielleicht hast du nicht genau das erreicht, was du gewollt hattest, denn das Leben hatte es besser gewusst. Und du stellst jetzt fest, wie gut alles gepasst hatte.
Du freust dich an all dem, was du Schönes erlebt hast und was du bewirken konntest. Du bist dankbar für all die lieben Menschen, denen du begegnet bist und denen du etwas geben konntest oder die dich unterstützt haben.

So, und jetzt bist du dran:

Nimm dir ein Blatt und einen Stift und schreibe jetzt gleich mal alle Träume auf, die dich bewegen, egal ob große (Traumreise machen, Selbständig machen, ein Buch schreiben, Karriere machen, selbstbewusst und gelassen sein etc.) oder kleine Träume (Tango tanzen lernen, Spanisch lernen, einen Kurs geben, einen Garten haben etc.) – wobei für jeden andere Träume als groß oder klein gelten.

Trau dich, so richtig wild drauflos zu schreiben und grabe auch Träume aus, die du schon als Kind hattest, als junge Erwachsene oder auch jetzt. Es ist nie zu spät zu träumen!
Jetzt ist alles erlaubt!
Es gibt keine Bewertung und du musst es niemandem zeigen. Es ist nur für dich! Gönne dir die Erfahrung, alles in deinem Kopf zuzulassen und aufzuschreiben, was dir so viel Freude machen würde, wovon du schon so lange träumst, was du so gerne in deinem Leben hättest.

Ich wünsche dir viel Freude dabei!

 

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18. November 2016
nach Helga Fischer
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Was ist wirklich wichtig?

Puh, zwei Wochen USA-Urlaub liegen hinter mir!
Genauer gesagt war es eine Konzertreise mit anschließendem Aufenthalt in New York und Miterleben der Wahlen des neuen Präsidenten der USA.

Es waren zwei unglaublich erlebnisreiche, schöne Wochen. Interessant zu sehen, wie die Leute in den USA so leben, beglückend das Konzert zu singen, staunend angesichts der Größe von New York und der gigantischen Häuser in Manhattan!
Doch das Schockerlebnis war die Präsidentenwahl. Mitzuerleben, wie Menschen geknickt und unglücklich sind, bis hin zu Angst und Verzweiflung – das hat uns auch betroffen gemacht. Und nichts tun zu können. Außer heim zu reisen und froh zu sein, dass wir (noch) nicht vor diesem Problem stehen.

Vielleicht ist auch das in Gottes großem Plan. Ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass in einer Welt, die immer verrückter zu werden scheint, mehr denn je Güte, Mitgefühl, Freude und Schönheit zählen, um das nötige Gegengewicht zu bilden.
Trotz aller äußeren Umstände können wir immer noch selbst wählen, wie unsere innere Verfassung überwiegend aussehen soll. – Nein zu dem zu sagen, was uns kleinhalten will und Ja zu dem zu sagen, was uns Freude gibt, das wird immer wichtiger.

Lasst uns jetzt erst recht auf Menschlichkeit und ein offenes Herz setzen und nach dem Wahren, Schönen und Guten streben – wie die Pflanzen, die sich der Sonne entgegen recken.

Eine erfüllte Woche wünscht dir

Helga

 

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27. Oktober 2016
nach Helga Fischer
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Wer willst du sein?

In Filmen oder in Fernsehserien begegnet es uns oft, dass der Held oder die Heldin einen Unfall hat und dann nicht mehr weiß, wer er oder sie ist. Es fehlt im Gedächtnis völlig der Zugang zum bisherigen Leben und alles, was dieser Mensch noch hat, ist das, was sich jetzt gerade abspielt oder was andere ihm erzählen.
Das ist immer besonders spannend, zumal diese Figur dann meist ihr Leben ganz anders lebt als sie es getan hätte, würde sie sich noch erinnern.

Wie viele von uns sehnen sich vielleicht auch danach, ein ganz anderes Leben zu leben? Andere Dinge zu tun. Andere Menschen um sich zu haben. Fröhlicher und liebevoller zu sein, erfüllter und sorgloser?
Und dann ist die nächste Frage: Was hält uns davon ab? – Und wenn du hier ehrlich bist, dann findest du immer Antworten, die etwas mit deiner Vergangenheit oder deiner Überzeugung zu tun haben, die ja ebenfalls aus vergangenen Erfahrungen entstanden ist.

Ich frage mich, wie sehr wir wirklich aufgrund unserer Vergangenheit und Prägungen „festgelegt“ sind oder ob wir nicht auch ohne Gedächtnisverlust einfach beschließen könnten, unserem Leben eine neue Richtung zu geben? Und das ohne Therapien, ohne in der Vergangenheit zu wühlen, ohne Schmerz und Kampf. Sondern einfach, indem ich in Liebe „Lebewohl“ zu meinem alten Leben und Verhalten sage und mich neu entscheide und meiner Freude folge.

Ich habe den starken Verdacht, dass es genau so funktioniert!
Veränderung darf leicht und freudig sein. Die Zeit ist reif dafür! 🙂

Eine freudige Woche wünscht dir

Helga

 

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21. Oktober 2016
nach Helga Fischer
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Gesang als Gebet – Musik aus der Stille

Musik und Gesang waren schon immer etwas für mich, was mich mit meinem inneren Wesen in Kontakt brachte. Doch erst, als ich vor über 8 Jahren begann, im KonzertChor der Stimmwerkstatt Oberkirch mitzusingen, erkannte ich wirklich, dass Gesang auch eine Sprache sein kann – ein Gespräch mit den Zuhörern und auch ein Gespräch mit Gott. Und was ist die Zwiesprache mit dem Höchsten anderes als ein Gebet.

Ich bereite achtsam meinen Körper vor, weite und öffne ihn, lasse Atem und Klang durch ihn fließen.
Ich bereite meinen Geist vor, indem ich mich ganz auf das konzentriere, was ich singen möchte.
Ich mache meine Seele weit, damit sie ergriffen werden kann von Klängen und Worten, damit sie den ganzen Raum meines Körpers und weit darüber hinaus einnehmen kann.

Und dann gebe ich mich ganz der Schönheit der Klänge hin.
Jeden Ton versuche ich, in seiner vollendeten Schönheit zu formen und ihn in den Raum zu senden, in dem er sich ausbreitet und leuchtet. Gerade in Kirchenräumen ist dies immer besonders beglückend.

Ein Sog des Glücks

Von Lied zu Lied ist es immer mehr wie ein Sog des Glückes:

  • Selbst beglückt von der Schönheit des Klangs
  • In Verbindung mit den Menschen die zuhören und immer leuchtendere Gesichter bekommen
  • In Zwiesprache mit etwas Höherem, das mein Herz öffnet.

Das geht für mich jedoch nur, wenn ich nicht versuche, möglichst komplizierte Dinge möglichst gut zu singen, sondern indem ich es einfach halte und jede Nuance davon mit dieser Achtsamkeit erfüllen kann, die es braucht.

Klang als Sprache

Vielleicht sind Musik und Klang die bessere Sprache als die Worte, die so leicht missverstanden werden können.
„Der Ton macht die Musik“ sagen wir ja auch oft, wenn jemand etwas sagt und wir die Art, wie er es sagt, nicht mögen.

Um Klang als Sprache zu verwenden, braucht es Feingefühl und Zeit. Es braucht Hingabe und Stille.
Aus einem lärmenden Geist voller Gedanken heraus lässt es sich nicht mit Schönheit singen. Aus der Stille heraus entfaltet sich bezaubernder Klang hingegen fast wie von selbst.

Die leisen, zarten Töne des Lebens, sind es oft, die unser Herz berühren.

Deshalb liebe ich es, mit „meinem“ KonzertChor zu singen und lade dich herzlich ein, dich davon berühren zu lassen.
Unser nächstes Konzert „Musik aus der Stille“ findet statt als

Abschluss-Konzert zur Freiburger „Woche der Stille“
am Sonntag, den 23. Oktober 2016 um 17:00 Uhr
in der Liebfrauen-Kirche in Freiburg-Günterstal

Mehr Infos dazu findest du hier als PDF zum Downloaden.

Ich freue mich auf dich!

 

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14. Oktober 2016
nach Helga Fischer
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Kurz vor dem Durchdrehen?

Irgendwas lag diese Woche in der Luft. So viele gestresste Menschen. Das Gefühl, es nicht mehr zu schaffen. Der Eindruck, dass alles zusammenbricht. Pure Panik. Das Gefühl, dass das alte Leben und Verhalten nicht mehr oder nur noch unter großer Anstrengung funktioniert.

Die gute Nachricht ist:

Es ist alles auf Kurs!

Nach meinem Gefühl sind wir energetisch und was unser Bewusstsein betrifft auf einer völlig neuen Ebene angekommen.
Stell es dir vor, als ob du in Urlaub in ein fremdes Land fährst, wo du weder die Sprache noch die Kultur kennst. Du hast zwar davon gelesen, aber es jetzt zu erleben, erzeugt Unsicherheit und Verwirrtheit, oder auch Abenteuerlust und Freude. – Du entscheidest, wie du dem begegnen möchtest.

Was machst du in so einem neuen Land? Gewiss lässt du dir Zeit, dich etwas einzugewöhnen und umzuschauen, wie die Dinge hier funktionieren. Und du lernst die wichtigsten Begriffe in der fremden Sprache.
Mache es auch so in deinem Leben.

Ein Tipp: Deine feine Wahrnehmung, deine Gedanken und Worte haben mehr Kraft als je zuvor. Nutze dies und bitte, um was du brauchst. Wähle, wie du sein möchtest. Lenke deine Aufmerksamkeit bewusst auf das Gute und Schöne in deinem Leben. Eine schnelle und effektive Übung hierzu findest du auf meinem Blog: Wie du sofort und einfach mehr Fülle in dein Leben einlädst

Eine schöne und entdeckungsreiche Woche wünscht dir

Helga

 

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14. Oktober 2016
nach Helga Fischer
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Wie du sofort und einfach mehr Fülle in dein Leben einlädst

Ich gebe es zu: Ich hatte Zeiten in meinem Leben, da schien die Fülle so weit von mir entfernt wie Deutschland vom Südpol.

Die Tage waren voll mit so viel Arbeit und Verpflichtungen, dass ich kein Ende mehr sah und in einer verflixten Stressspirale festhockte. Alle Tipps wie „Nimm dir Zeit für Entspannung“, „Mach mal Urlaub“, „Arbeite halt weniger“ etc. waren super, aber woher die Zeit nehmen? Was sollte ich stattdessen streichen und nicht mehr tun? Bis das organisiert war, dauerte mir zu lange. Es musste etwas Effektiveres her und etwas, was mir wieder etwas Zauber und Schönheit ins Leben brachte, was für mich die eigentliche Erfüllung bedeutet.

Ich entdeckte eine Methode, die sofort wirkte:

3 gute Dinge, die ich heute erlebt habe

Jeden Abend im Bett schrieb ich von nun an in mein Tagebuch diese Überschrift und listete darunter drei schöne Dinge des vergangenen Tages auf.
Es gab vor allem zu Beginn manchen Abend, wo ich überzeugt war, dass ich nichts finden würde. Mein Kopf hätte ein paar Antworten aus dem Verstand produzieren können, aber es kam mir darauf an, was ich wirklich Schönes erlebt habe. Und ich fand verblüffender weise immer etwas! Selbst nach den miesesten Tagen fand ich drei (oft mehr) Dinge, die mich für einen Moment bezaubert hatten. Und das waren meistens Dinge wie Sonnenschein auf dem Weg zur Arbeit, einen Vogel singen gehört, eine schöne Blume gesehen, das Lächeln eines anderen Menschen, eine nette Mail einer Kollegin etc. – Das stellte mich gleich zufrieden, da ich erkannte, dass der Tag trotz allem auch Schönes zu bieten gehabt hatte.

Diese Übung der 3 guten Dinge machte ich mehrere Wochen lang und mit der Zeit stellte ich mehr Ruhe und Frieden in mir fest. Ich erkannte, dass jeder Tag sowohl Schönes als auch Unschönes beinhaltete und konnte es zunehmend nebeneinander stehen lassen. Immer weniger wollte ich das, was ich als nervig empfand (viel Arbeit, Zeitdruck etc.) weg haben und immer mehr suchte ich auch tagsüber aktiv nach schönen Dingen, Momenten und kleinen Erlebnissen.

Mein Leben entspannte sich und die Tage begannen wieder zu leuchten.

Ich begann, alle Verpflichtungen bereitwillig anzunehmen, da ich nun wusste, dass gleichzeitig auch so viel Gutes und Schönes da war.
Plötzlich ging mir alles leichter von der Hand. Die Situation im Job entspannte sich und ich spürte immer tiefer, dass unter der Oberfläche des Lebens immer ein Leuchten und eine Fülle da sind, die nur darauf warten, wahrgenommen zu werden.

Mein Leben ordnete sich neu

Ich begann, morgens 20 Minuten dieser neuen Fülle zu widmen – mit ein paar Körperübungen, einem inspirierenden Text und einer kurzen meditativen Stille. Früher wäre ich überzeugt gewesen, morgens keine 20 Minuten Zeit zu haben, und nun wurden sie mir so heilig und zur Grundlage für den ganzen Tag.
Mir wurden Verhaltensweisen in meinem Leben bewusst, welche die Wahrnehmung der Fülle unterdrückten  und ich entdeckte mehr Dinge, die mich unmittelbar mit ihr in Kontakt brachten. Und nun war klar, von was ich weniger und von was ich mehr wollte und ich hatte die Energie, Veränderungen auf den Weg zu bringen.

Und alles hatte mit dieser kleinen Übung der 3 guten Dinge begonnen!

Ich liebte es, in meinem Notizbuch immer wieder mal zurück zu blättern und all die wunderbaren Dinge zu lesen, die ich erlebt hatte. Das verstärkte das Gefühl der Fülle und des Glücks noch weiter und ich begriff, dass es einzig darauf ankommt, worauf ich meine Aufmerksamkeit richte und dass ich ein Werkzeug kenne, meine Aufmerksamkeit zu lenken.

Welche 3 guten Dinge hast du heute schon erlebt?

 

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7. Oktober 2016
nach Helga Fischer
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Ist deine Box zu klein geworden?

Mit unserer inneren Entwicklung ist es so eine Sache:

  1. Du kannst versuchen alles beim Alten zu lassen und das Leben wird dich irgendwann auffordern weiterzugehen, was dann oft durch Umbrüche, Krankheiten oder Probleme etwas unangenehm wird.
  2. Du kannst die sportliche Herausforderung annehmen und aktiv Veränderungen einleiten und dich für Neues öffnen, was dann auch auf dich zukommen wird.

Doch egal, wie du dich entscheidest: Deine Box wird dir immer wieder zu klein werden und du bist aufgefordert, die Wände einzureißen und dir mehr Platz zu verschaffen. Das kann anstrengend sein. Du kommst ins Schwitzen und bist aufgeregt, weil deine Box nie mehr dieselbe sein wird als zuvor.

Und wenn du dich dann in deiner neuen Box umschaust, stellst du fest, dass sie dir viel besser gefällt. Und eine große Freude und Mut zu noch mehr Taten durchfluten dich, gemischt mit leichter Angst, die dir signalisiert, dass hier wirklich etwas Neues und Großes geschieht.

Ich möchte dich einladen hinzuspüren, wie du dich in deiner momentan Lebens-Box fühlst und dann eine Entscheidung zu treffen. Du hast die Wahl, dich über Enge zu beklagen und es dir darin so bequem wie möglich zu machen oder zu wachsen und noch mehr Freude in dein Leben zu lassen.

Gute Entscheidungen und eine schöne Woche wünscht dir

Helga